Lößnitzer lobt Auer Rats-Entscheidung

Aue/Lößnitz.

Der Lößnitzer Stadtrat Matthias Henke (parteilos/Mandat AfD) hat den Stadtrat von Aue-Bad Schlema gelobt, weil dieser einer Abgeordneten nicht erlaubt hat, ihr gerade erst gewonnenes Mandat niederzulegen. "Mit ihrer Entscheidung haben die Stadträte dem Bürgerwillen entsprochen", sagte Henke. "Die Bürger haben sich bewusst entschieden, wen sie wählen. Da kann man nicht kurz nach der Wahl sagen, tut mir leid, ich habe mir das nicht richtig überlegt." Der Auer Stadtrat hatte gegen die neu gewählte Stadträtin Yvonne Bochmann von der Wählergemeinschaft Wabs entschieden, die ihren geplanten Rückzug mit fehlender Zeit begründet hatte. In Lößnitz war ein solcher Rückzug dem AfD-Stadtrat Wolfgang Süß erlaubt worden. Süß, der bei der Kommunalwahl im Mai in der Muhme die meisten Stimmen (1544) geholt hatte, wollte sein Ehrenamt aus Altersgründen nicht antreten. Auch führte er familiäre Gründe an. Die Lößnitzer Stadträte stimmten dem mehrheitlich zu, Süß durfte aus dem Rat scheiden, ohne ein einziges Mal dagewesen zu sein. Nur Matthias Henke war dagegen. "Es war eine Entscheidung gegen den Bürgerwillen", kritisiert er. In der Stadtratssitzung vergangene Woche gab es eine Bürgeranfrage, wieso Süß nicht im Rat sitzt. (mu)

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