Mauerbau zu Schönheide erregt weiter die Gemüter

Gemeinderat vergibt Sanierung des Bauwerks am Fuß der Oschatz-Villa

Schönheide.

Während in der Oschatz-Villa in Schönheide das Einrichten der neuen Räume für Bibliothek, Standesamt und Historische Skitruhe vorangeht, wurde im Gemeinderat erneut intensiv darüber diskutiert, wie das Umfeld des sanierten Gebäudes aussehen soll. Zur ersten Sitzung des neu gewählten Gremiums ging es um die Mauer vor der Villa, also entlang des Fußweges an der Hauptstraße und um die dazugehörige Treppe. Es sollte ein Beschluss zur Vergabe der Sanierungsarbeiten gefasst werden, ein Auftrag im Umfang von rund 155.300 Euro.

Planer Heiko Reichel erklärte, was konkret für das Geld gemacht werden soll. Die Mauer direkt am Fuß der Villa soll aufgestockt werden, womit eine jetzt vorhandene Betonfläche verblendet wird. Die dafür nötigen Steine sollen aus der Mauer oberhalb der Treppe gewonnen werden. Dieses Teilstück muss komplett abgebrochen und neu aufgebaut werden. Laut Reichel ist die Sanierung der Mauerteile und der Treppe zwingend vor der Neugestaltung des sogenannten Oschatzgartens nötig. "Dann kann die Nutzung der Villa eingeläutet werden." Weil ihr Umfeld noch eine Zeit lang Baustelle sein wird, ist die Treppe wichtig als Zugang für Besucher.


Gemeinderat Andreas Unger (Unabhängige Wählergemeinschaft/UWG) kritisierte die Verwaltung für die Beschlussvorlage, die aus seiner Sicht zu wenig Informationen aufweist. Um sich zu der Vergabe positionieren zu können, hätte er sich Erklärungen gewünscht, was konkret entsteht, zum Beispiel in Form der Zeichnungen, die der Planer in seiner Powerpoint-Präsentation zeigte. Unger sah sich nicht in der Lage, "sich innerhalb von zehn Minuten ein Urteil zu bilden". Auch Wolfgang Falk (UWG) wollte der Vergabe nicht zustimmen. Er sieht in der Sanierung eine Verschwendung von Steuergeldern, da die Mauer bereits vor nicht zu langer Zeit gebaut worden sei. Auf Fragen zu den Planungen für die so bezeichnete "Multifunktionsfläche Oschatzgarten" versicherte Amtsverweser Eberhard Mädler, dass die überarbeitet würden. In vergangenen Sitzungen hatten sich Gemeinderäte gegen die aus ihrer Sicht zu teure Gestaltung ausgesprochen. Bei acht Ja-, fünf Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen wurde die Vergabe beschlossen.

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