Mit 3D-Technik: Schneeberger Kino soll im Frühjahr öffnen

Für über eine Million Euro wird das alte Haus saniert. Dabei hält auch neue Technik Einzug. Bei einem Tag der offenen Baustelle haben sich jetzt 1000 Neugierige selbst ein Bild gemacht.

Schneeberg.

Vorhang auf für die Rettung des Schneeberger Kinos: Mit Katharina Repp (31) und ihrer Schwester Ann-Kristin (30) haben zwei Frauen aus Schwarzenberg die Geschicke als Geschäftsführerinnen in die Hand genommen. Derzeit wird das historische Gebäude umgebaut. Am Wochenende nutzten nun gut 1000 Interessierte die Gelegenheit bei einem "Tag der offenen Kino-Baustelle", um sich von Umfang und Fortgang des Millionen-Projektes selbst ein Bild zu machen.

Bereits das Gerüst am Gebäude weist auf den Umbau hin. Doch wer im entkernten alten großen Saal des Kinos steht, kann erahnen, wie umfangreich die Arbeiten sind. Erhalten geblieben ist der komplette Außenkorpus des Gebäudeteils, der ganz früher einmal eine Turnhalle war. Das Dach des Kinos wurde komplett erneuert -mit einer Stahlkonstruktion als Unterbau. Erst vor wenigen Tagen war Richtfest.

Das Gebäude wird genauso wieder aufgebaut, wie es ursprünglich war und das sei so gewollt, erklärt Ann-Kristin Repp. "Wir wollen nichts verändern", sagt sie. "Das Haus ist einfach superschön, und man hat einen Wow-Effekt, wenn man davor steht."

Doch das hat seinen Preis. Allein die Baukosten werden knapp über eine Millionen Euro betragen. Über den städtebaulichen Denkmalschutz erhalten die Investoren eine 75-prozentige Förderung. Hinzu kommen rund 250.000 Euro für Umbau, Technik und Ausstattung.

Die Bauarbeiten sollen im Frühjahr abgeschlossen werden. Ostern sei das Ziel, sagt Ann-Kristin Repp. "Wenn wir keinen extrem strengen Winter bekommen, dürfte das realistisch sein. Wir sind guter Dinge." Der große Saal fasst 270 Sitzplätze und der kleine Saal im Kopfgebäude nochmals 40 Plätze. "Wir werden das aber noch einmal minimieren, um einfach auch einige Luxussessel reinstellen zu können", meint Katharina Repp. "Die alte Bestuhlung wurde bereits neu aufgepolstert und lackiert." Das Kino soll zudem behindertengerecht ausgebaut werden. "Es wird so sein, dass auch hörgeschädigte, taube und blinde Personen Filme schauen können. Sie bekommen dazu ein spezielles Tablet an die Hand", erklärt Katharina Repp. Neben der Bergstadt betreiben die Repp-Schwestern auch die Ring-Kinos in Schwarzenberg; seit August den Gloria Filmpalast in Annaberg. Sie versprechen: Das Schneeberger Kino wird hochmodern. "In den großen Saal kommt eine Doppelprojektion rein. Wir setzen im Kino auf 3D- und 4K-Technik. Kino erleben ist einfach etwas anderes, als zuhause vorm Fernseher." Kino, wie früher mit Analogtechnik und der guten alten Filmrolle soll es hin und wieder auch geben, sagt Theaterleiter Michael Günther. Diese Technik werde erhalten.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...