Neue Technik macht Arbeit in der Hotelküche leichter

In den Umbau im Hotel "Am Bühl" in Eibenstock wurde kräftig investiert - und dem Chefkoch sogar ein Extrawunsch erfüllt.

Eibenstock.

Für das Hotel "Am Bühl" in Eibenstock ist gerade der Monat mit der stärksten Auslastung zu Ende gegangen. Die lag aufgrund der Herbstferien bei 96 Prozent. Auch mit der durchschnittlichen Auslastung von 80 Prozent übers Jahr ist Geschäftsführerin Sabine Silbersack zufrieden. "In den Stoßzeiten haben wir bis zu 120 Kinder und 250 Erwachsene im Haus. Da sind alle Notbetten belegt", sagt sie.

Auch im Februar geht der Auslastungsgrad des Hotels noch einmal nach oben. Die Tatsache, dass es in den letzten Jahren in der Region mit dem Schnee oft nicht so gut bestellt war, wirkt sich laut Sabine Silbersack nicht so sehr auf ihr Haus aus. "Familien sind nicht die reinen Wintersportler, mit den Angeboten in Eibenstock und Umgebung kann man auch so seine Urlaubszeit gut verbringen." Das bestätigen Mylene Eichler und Alexander Haubold aus Dresden, die jetzt mit ihrer fast zweijährigen Tochter Samira eine Woche in Eibenstock zu Gast waren. "Gerade für Kinder ist das Hotel toll. Egal, wie das Wetter ist, es gibt vielseitige Beschäftigung im Haus, überall dürfen die Kinder spielen, die Badegärten sind ideal zu erreichen und wir waren ganz oft im Ort spazieren", erzählen die Eltern. "Wir kommen wieder."

Die Hotelchefin freut es, das zu hören. Denn ihre Einrichtung lebt von den Stammgästen, die kommen zu 60 Prozent aus Sachsen. Umsorgt werden sie von 75 Mitarbeitern. Zu ihnen gehören aktuell elf Lehrlinge. Ausgebildet wird im Restaurant- und Hotelfach sowie als Koch. Überraschend sei für die Hotelleitung gewesen, dass man für das aktuelle Lehrjahr viele Bewerbungen hatte. Im Vorjahr fand man dagegen gar keinen geeigneten Lehrling. So kommt es, dass es derzeit im Hotel nur Azubis im 1. und 3. Lehrjahr gibt. Normalerweise bildet das Hotel jedes Jahr junge Leute aus. "Schlüsselpositionen im Haus sind durch ehemalige Lehrlinge besetzt", macht Sabine Silbersack aufmerksam.

Von Jahr zu Jahr wird im Hotel in Modernisierungen investiert. In diesem Jahr war die Küche an der Reihe. Durch neue Technik ersetzt wurden auch die alten Elektroherde, die im Sommer für eine hohe Temperaturbelastung der Mitarbeiter gesorgt hatten. Küchenchef Daniel Deichgräber bekam zudem einen Wunsch erfüllt: einen Pizza-Ofen. "Unsere Gäste wollen ganz gern mal eine Pizza, wir verkaufen sie bei uns im Haus", erklärt Sabine Silbersack. Für die Komplettrenovierung der Küche wurden insgesamt reichlich 300.000 Euro ausgegeben.

Baumaßnahmen im Haus finden traditionell im Juni statt, das ist der Monat mit der geringsten Auslastung. Für eine Woche bleibt das Hotel dann geschlossen, wenn auch die Badegärten, mit denen man eng zusammenarbeitet, wegen Wartungsarbeiten dicht sind. Für kommendes Jahr, dann begeht das Hotel sein 20-jähriges Bestehen, ist die Modernisierung einer weiteren Etage im Bettenhaus geplant. Die Ausstattung der Zimmer wird dabei komplett erneuert.


Vom Wohnheim zum Hotel

Besitzer des Hotel "Am Bühl" in Eibenstock ist seit 1995 eine Betreibergesellschaft, ein Zusammenschluss von sechs ortsansässigen Unternehmen. Sie übernahm das Hotel von der Stadt Eibenstock, der das Haus seit 1991 gehörte.

Entstanden ist die Beherbergungseinrichtung im Zusammenhang mit dem Bau der Trinkwassertalsperre Eibenstock. Sie wurde 1976/77 als Unterkunft für die Arbeiter errichtet. Bis 1983 wurde das Gebäude als Arbeiterwohnheim genutzt. 1985 wurde es zum FDGB-Ferienheim umfunktioniert. Mit der Wende 1989 ging der Besitz an die Treuhandgesellschaft, welche es bis 1991 als Hotel weiterführte.

Zur Ausstattung heute gehören das Bettenhaus, mehrere Restaurants, Fitnessbereich, Ladenzone, eine Hotelbar und Räume für die Kinderbetreuung.

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