Notaufnahme bleibt bestehen

Begriffe wie Portalpraxen und Krankenhausstrukturreform verunsichern viele Bürger. Was ändert sich da und ab wann?

Erlabrunn.

Die Anfragen zur Krankenhausstrukturreform häufen sich, viele Leute sind verunsichert. Das sagt SPD-Landtagsabgeordnete Simone Lang. In ihren Bürgersprechstunden und jetzt auch in einer Pressemitteilung stellt sie daher klar: "Für Notfallpatienten ändert sich überhaupt nichts, denn keine Klinik darf sie abweisen. Jede Einrichtung ist zur Hilfeleistung im Notfall verpflichtet."

Das bedeutet zudem: Auch die Notaufnahme in den Kliniken Erlabrunn bleibt bestehen. "Natürlich werden die Kliniken Erlabrunn auch künftig im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Notfallversorgung mit absichern", betont Lang. Auch Heidrun Ballmann, eine der Geschäftsführerinnen der Kliniken Erlabrunn, sagt: "Seitens der Kliniken Erlabrunn werden die Anforderungen der Basisversorgung vollumfänglich erfüllt."

Die Notfallversorgung durch Krankenhäuser wird durch die Reform in drei Stufen unterteilt: die Basisversorgung, eine erweitere Notfallversorgung sowie die umfassende Notfallversorgung. Diese drei Stufen unterscheiden sich hinsichtlich der Mindestvorgaben, etwa für Art und Anzahl der Fachabteilungen sowie Ausstattung.

Laut Lang wird derzeit in Sachsen zudem der ärztliche Bereitschaftsdienst umstrukturiert. Die neuen Bereitschaftsdienstpraxen, auch Portalpraxen genannt, die in der Regel an Krankenhäusern eingerichtet werden, sollen zu festen Anlaufpunkten für Patienten an Wochenenden und in den Abendstunden werden. Damit soll verhindert werden, dass Menschen mit vergleichsweise harmlosen Erkrankungen in die Notaufnahmen gehen, weil sie nicht wissen, wo und wann ein Arzt Dienst hat. Für das Jahr 2019 sei die Einrichtung einer solchen Praxis am Helios-Klinikum in Aue geplant. (matu)

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