Räte weiter für Pollerlösung in Schneeberg

Verkehrsberuhigung im Zentrum nicht vom Tisch

Schneeberg.

Nach den Pollern ist vor den Pollern. Zwar hat der Schneeberger Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung gegen eine Variante der Pollerplatzierung gestimmt, doch grundsätzlich ist die versenkbare Möglichkeit, die Innenstadt zeitlich begrenzt für Autos zu sperren, nicht vom Tisch. Dies haben die Fraktionsvorsitzenden von "Aktiv für Schneeberg", Sven Grosser, und der CDU, Matthias Preiß, im Gespräch mit der "Freien Presse" deutlich gemacht. "Wir sind nicht gegen die Poller. Die Abstimmung im Stadtrat richtete sich gegen die Position und die Zahl der Poller", sagte Sven Grosser. "Die Standorte waren nicht zielführend und aufgrund ihrer Menge die Kosten zu hoch." Deshalb sei die Entscheidung der Stadträte gegen diese Pollervariante mit Bedacht und Weitsicht gefallen.

Rund 180.000 Euro sollte die Pollervariante kosten, durch die an drei Standorten der Durchgangsverkehr über den Fürstenplatz zeitlich befristet gestoppt worden wäre. "Damit wäre zum Beispiel das Kulturzentrum Goldne Sonne nicht erreichbar gewesen", erklärt Matthias Preiß den aus seiner Sicht falschen Standort. Nicht nur für die Veranstalter sei dies ein Problem, sondern auch für die Besucher. "Wer gehbehindert ist, ist darauf angewiesen, dass er zum Eingang mit dem Auto fahren kann", so der CDU-Fraktionschef. Bei hochgefahrenen Pollern wäre das über den Fürstenplatz nicht mehr möglich gewesen.

Für Grosser und Preiß hatte die Pollervariante noch einen weiteren Nachteil. "Der gesamte Markt wurde nicht berücksichtigt und wäre durch die Pollerstandorte nicht beruhigt worden. Dabei halten sich im Bereich der Gaststätten die Bürger auf, und deshalb solle auch dort der Verkehr beruhigt werden", so Sven Grosser. Diese Variante würde auch von Händlern, Gewerbetreibenden und Vereinen mitgetragen. Deshalb wollen auch die beiden Fraktionen von "Aktiv für Schneeberg" und die CDU weiter die Verkehrsberuhigung der Innenstadt unterstützen. (tjm)

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