Schützenschild als Aushängeschild

Das erste Exponat des Quartals 2020 im Museum in Schneeberg gehört zur Stadtgeschichte - der Hersteller ist unbekannt.

Schneeberg.

Das Schützenschild der Privilegierten Jäger-Companie Neustädtel im Erzgebirge zieht noch bis Ende März im Schneeberger Museum die Blicke besonders auf sich. Es ist das erste Exponat des Quartals in diesem Jahr. Gestiftet wurde der gravierte Blickfang aus Metall seinerzeit von Frauen der Mitglieder zur Schießstandweihe 1928. Der Hersteller ist unbekannt.

Das Schützenwesen in der Bergstadt geht bis auf das Jahr 1489 zurück. Die Companie in Neustädtel bestand seit 1814 und wurde einst vom Kammerherren und Kreisoberforstmeister von Lindenau gegründet. Die Schießstandweihe von 1928 war mit einem Preisschießen verbunden. Das Geschenk der Frauen zu diesem Anlass ist an einer Kette befestigt, deren quadratische Glieder im Wechsel den Lorbeer und zwei gekreuzte Gewehre mit Schießscheibe zeigen. Die ins Schild eingravierten Buchstaben J und C stehen für Jäger-Companie. Zwei sich aufrichtende Löwen halten das Schild. Königskrone mit Reichsapfel bilden die Spitze. Abgerundet wird das Unikat von einem Schriftzug in einem Spruchband, der die Stifterinnen nennt. Weitere Details des Exponats sind ein Flügel schlagender Adler und ein strahlenförmig auslaufender Stern. (ane)

Geöffnet hat das Schneeberger Museum dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr.


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