Seniorenpark bietet neues Zuhause

Die Diakonie hat in Zschorlau ein Angebot geschaffen, das es vorher im Ort nicht gab. Ältere Menschen freut das.

Zschorlau.

Seit März wohnt Ursula Windisch im Seniorenpark der Diakonie in Zschorlau. Für das betreute Wohnen hatten sie und ihr Mann sich schon vor zwei Jahren angemeldet. Ihr Mann ist vergangenes Jahr gestorben, aber sie hat schnell Anschluss gefunden auf ihrer Wohnetage. "Besonders schön ist die Sitzgruppe auf unserem Flur, da treffen wir uns", erzählt die 84-Jährige. Über ihre Zeit im Kindergarten, wo sie 40 Jahre tätig war, kann sie sich jetzt mit einer ehemaligen Kollegin austauschen, die ebenfalls in den Seniorenpark eingezogen ist.

Wie Ursula Windisch haben jetzt auch andere betagte Zschorlauer die Möglichkeit, an ihrem Lebensabend in ihrem Heimatort zu bleiben. Das konnten sie vorher nicht und mussten, wenn sie Pflege brauchten, in Einrichtungen nach Burkhardtsgrün oder Schwarzenberg gehen. Weil es schon immer die Nachfrage nach Wohnraum für ältere Menschen in Zschorlau gab, stimmte der Gemeinderat vor drei Jahren den Bauplänen des Diakonischen Werkes Aue/Schwarzenberg einstimmig zu. Daran erinnerte gestern zur Einweihung des Seniorenparks Bürgermeister Wolfgang Leonhardt (CDU). Rainer Sonntag, Vorstandsvorsitzender der Diakonie, betonte das gute Zusammengehen mit der evangelisch-methodistischen Kirche. Die ist nicht nur räumlich nahe, weil die Kirche auf dem Nachbargrundstück steht. Den feierlichen Gottesdienst gestern zur Einweihung gestalteten beide Kirchen gemeinsam aus. Und auch in Zukunft wird es so sein, dass beide Kirchgemeinden in dem Altarraum im Seniorenpark ihre Gottesdienste abhalten.

Pastor Michael Kropff von der evangelisch-methodistischen Kirche erinnerte sich daran, wie es vor drei Jahren, als er nach Zschorlau kam, auf dem Grundstück des jetzigen Seniorenparks aussah: "Da waren nur Wiese, drei baufällige Garagen und zwei alte Fußballtore." Das Grundstück wurde von der Kirchgemeinde an die Diakonie verkauft. Im April 2015 begannen die Arbeiten für den Seniorenpark. Es wurden knapp sieben Millionen Euro in das Gebäude investiert. Entstanden sind zehn Einraum- beziehungsweise Zweiraumwohnungen im betreuten Wohnen sowie 48 Pflegeplätze, aufgeteilt auf vier Wohnbereiche mit jeweils zwölf Plätzen. Ziel ist laut Rainer Sonntag eine "bedarfsorientierte Pflege und Betreuung". Man setzt auf ein gutes Miteinander und will sich im Ort einbringen. Als Beispiel dafür nannte er die Arztpraxis im Haus, die in Kooperation mit dem Helios-Klinikum Aue besetzt werden soll.

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