Sonnenhöfe: Im April startet der Ausbau

Im Schwarzenberger Stadtteil Sachsenfeld stand die alte Schule lange leer. Nun ist sie entkernt. Doch mehr tut sich nicht. Hat den Investor etwa der Mut verlassen?

Schwarzenberg.

Ein Jahr ist es her, da hat "Freie Presse" über das Projekt der "Sonnenhöfe" in Schwarzenberg informiert. Doch geschehen ist seither wenig. Lediglich große Schilder mit dem geplanten Objekt zeigen, wie es einmal aussehen soll.

Kersten Peter und Mario Voigt vom Immobilienkontor PVI in Schwarzenberg sind die Ideengeber und Macher des Wohnprojekts. Denn in der alten Schule von Sachsenfeld sollen helle und exklusive Wohnungen entstehen. "Aber kein betreutes Wohnen für Senioren, sondern ganz normale große Wohnungen für jedermann. Egal, ob Familien oder Single, generationsübergreifend", betont Kersten Peter.

Und ja, es stimmt. Es hat sich am Objekt selbst eine Weile nichts getan. Wenngleich die Schule im Inneren mittlerweile komplett entkernt wurde. Lediglich die Wandmalerei von Schloss und Kirche im Treppenaufgang erinnern noch an die Zeiten, in denen hier Kinder von der ersten bis zur 10. Klasse gelernt haben. "Wir wollen versuchen, das Bild zu erhalten", sagt Peter.

Erst jetzt seien alle Verträge unter Dach und Fach, sagt Mario Voigt. "Wir wollten für dieses Vorhaben möglichst alle Register ziehen, um sowohl den künftigen Eigentümern als auch Mietern am Ende ein optimales Angebot unterbreiten zu können." So werden im Objekt auch städtebauliche Fördermittel einfließen, können die neuen Eigentümer nun auch Baukindergeld beantragen und anderes mehr.

Fest steht: Im April geht der Umbau los, oder vielmehr sichtbar weiter. Entstehen werden 15 große Wohnungen. Die Fenster des alten Schulhaus werden noch weiter aufgebrochen. Zudem erhält jede Wohnung einen Wintergarten mit Kamin und einen Balkon. Das wiederum werde über Anbauten realisiert. Das Objekt liegt unmittelbar am Schwarzwasser und unmittelbar vorm Schlosswald. Im Inneren verbindet ein Fahrstuhl die Etagen.

"In der Planung dieser Anlage stecken eigentlich alle Wünsche und Ideen, die Kunden häufig an uns herantragen", sagt Kersten Peter. Demnach spielen auch Sicherheit und Barrierefreiheit eine Rolle. Ergo wird der neue Wohnkomplex nur über eine Schlüsselkarte zu betreten sein. Die alte Turnhalle nebenan wird zum Parkhaus, das wiederum über einen Gang mit dem Haus verbunden wird. "Wenn es regnet, braucht man also keinen Schirm, um die Taschen ins Haus zu tragen", sieht es die Frau vom Fach praktisch. Alles sei zigfach durchdacht. "Jedes Bad wird Wanne und Dusche haben, und es wird grundhaft und solide saniert", so Voigt. Die Bauherren, später auch Verwalter der Wohnanlage, hoffen darauf, dass sich möglichst viele einheimische Firmen auf die Bauausschreibungen bewerben. "Wir würden gern mit Leuten von hier bauen, ebenso wie es unser Ziel ist, möglichst viele Einheimische für die Wohnungen zu begeistern", fügt er hinzu. Die Nachfrage sei bereits groß. "Sogar ehemalige Schüler brennen darauf, hier einzuziehen", weiß die Chefin. Ende 2019 soll das Objekt bezugsfertig sein.

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