Stadtchef über Brandserie: Das ist ein Stück weit Terror

Bereits viermal hat es innerhalb weniger Tage in Schneeberg gebrannt. Die Polizei geht nicht mehr von einem Zufall aus.

Schneeberg.

Eine Serie von Bränden hält Ermittler und Einwohner in Schneeberg weiter in Atem. Gestern loderte zum vierten Mal innerhalb von nur neun Tagen ein Feuer im Neubaugebiet.

Das jüngste Feuer war am Morgen gegen 3.25 Uhr an der Bruno-Dost-Straße entdeckt worden. "Dort war eine Gelbe Tonne in Brand geraten", erklärte eine Polizeisprecherin. Feuerwehrleute löschten den Brand; der Container wurde jedoch vollständig zerstört. Auch eine Hausmauer daneben ist stark beschädigt worden. Durch die Hitzeentwicklung löste sich der Putz ab.

Den Schaden beziffert die Polizei vorerst auf 200 Euro. "Insgesamt hat die Brandserie einen Sachschaden von mindestens 3000 Euro angerichtet", erklärte die Sprecherin. Dies sei allerdings eine vorläufige Bilanz.

Genau an der gleichen Stelle an der Bruno-Dost-Straße, an der es gestern ein Feuer gab, hatte am 4. Oktober nachts die Brandserie in Schneeberg mit einem brennenden Abfallcontainer begonnen. Zwei Tage später musste an der Karl-Liebknecht-Straße ein Papiercontainer gelöscht werden. In der Nacht zum Mittwoch wurde dann gegen 3.20 Uhr im Bereich der Hausnummer 10 am Keilbergring ein Feuer entdeckt.

"Wir gehen davon aus, dass alle Container in Brand gesetzt wurden", so die Polizeisprecherin. Sie bittet die Anwohner nachts bei der Beobachtung von verdächtigen Personen sofort die Polizei zu rufen.

Auch Bürgermeister Ingo Seifert glaubt nicht mehr an einen Zufall. "Wir bemühen uns, das Wohngebiet attraktiv zu halten, und dann hast du zwei, drei Verrückte, die durch die Gegend ziehen", sagt er. Müllcontainer anzuzünden sei kein Dummer-Jungen-Streich. Im Gegenteil: Die Brandserie bezeichnet Seifert als "ein Stück weit Terror gegenüber den Einwohnern und der Feuerwehr." Denn diese würden regelmäßig nachts herausgeklingelt.

Die Stadtverwaltung ist laut Seifert in Kontakt mit der Polizei. Zudem habe man den kommunalen Wachschutz angewiesen, nun verstärkt im Bereich der Bruno-Dost-Straße zu kontrollieren. "Die Leute sollten ihre Augen und Ohren offen halten und sich bei der Polizei melden", bittet er. "Und zwar lieber einmal zu viel als zu wenig."

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