Telefonbetrüger treiben ihr Unwesen in Mittelsachen und Erzgebirge

Unbekannte haben überwiegend Senioren angerufen, um mit verschiedenen Maschen Geld von ihnen zu bekommen. Die meisten Angerufenen ließen sich nicht über Ohr hauen. Doch in einem Fall hatten die Täter Erfolg.

Aue-Bad Schlema/ Oelsnitz/ Augustusburg/ Leisnig.

Im Erzgebirgskreis und in Mittelsachsen haben am Dienstag Telefonbetrüger versucht, vor allem ältere Menschen um Geld zu bringen. Wie die Polizei mitteilte, ließen sich die meisten Angerufenen trotz verschiedener Maschen nicht übers Ohr hauen.

Zwei Anwohner von Augustusburg und Leisnig (Mittelsachsen) hatten Anrufe erhalten, bei denen sie zu einem Gewinn beglückwünscht wurden. Für dessen Auszahlung würden jedoch Gebühren anfallen, die in Form von Gutscheinkarten entrichtet werden sollten, so die unbekannten Anrufer. Der Augustusburger kaufte daraufhin in einem Geschäft die geforderten Google-Gutscheinkarten im Wert von 500 Euro und übermittelte die freigerubbelten Codes an die Betrüger. Später sollte er weitere Karten für einen angeblich noch höheren Gewinn besorgen. Der Senior verständigte die Polizei.

In Mittelsachsen wurden zudem eine Freibergerin und ein Frankenberger von falschen Polizisten angerufen. Die Unbekannten gaukelten eine Geschichte von angeblich gestellten Tätern vor und erkundigten sich daraufhin nach Personendaten. Ziel dieser Masche ist es nach Polizeiangaben im weiteren Verlauf oftmals auch, nach zuhause aufbewahrten Wertsachen zu fragen, die dann an einen angeblichen Polizisten übergeben werden sollen. So weit kam es in den beiden Fällen aus Mittelsachsen jedoch nicht, weil die Angerufenen die Telefonate umgehend beendeten.

Mit der Masche des sogenannten "Enkeltricks" wurden im Erzgebirgskreis (Aue-Bad Schlema und Oelsnitz) Anrufe getätigt. Die Unbekannten hatten sich am Telefon als Angehörige ausgegeben und eine Notlage vorgetäuscht, weshalb sie nun dringend finanzielle Unterstützung bräuchten. Die Angerufenen kontaktierten jedoch daraufhin ihre richtigen Verwandten bzw. die Polizei.

Die Polizei rät Betroffenen, derartige Telefonate sofort zu beenden und Angehörige, Vertrauenspersonen sowie die Polizei zu verständigen. (em)

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