Wasser setzt dem Wasserrad zu

Seit geraumer Zeit steht das große Wasserrad an der Lößnitzer Stadtmauer still, was viele Spaziergänger wundert. Schließlich hat sich der Nachbau des historischen Mühlrads früher jede Stunde für ein paar Minuten in Bewegung gesetzt. Zu seinem Zustand gab es kürzlich sogar eine Bürgeranfrage im Stadtrat. Laut dem fürs Bauamt zuständigen Amtsleiter Frank Rother ist das Holz so angegriffen, dass man das Rad aus Sicherheitsgründen nicht mehr laufen lassen kann. Früher gehörte das Wasserrad zur alten Stadtmühle und wurde aus einem 1000 Meter langen Mühlgraben gespeist, sodass es ständig nass war. Heute wird das Antriebswasser aus einem Brunnen hochgepumpt und fließt nur minutenweise. Dadurch trocknet das Holz, wird wieder nass und so weiter, was zu Spannungsrissen führt. "Das Wasserrad dreht sich nicht, weil es kaputt ist, und es ist kaputt, weil es sich nicht dreht", fasste es Frank Rother zusammen. Ziel der Stadt sei eine Sanierung, doch dafür müsse neben Geld auch eine Lösung her, die diesen Kreislauf durchbricht. Im Haushaltsplan für 2021 sei das Rad platziert worden. Ob es auch drin bleibt, werde die Haushaltsdiskussion zeigen. (mu)

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