Zschorlauer Gerätehaus mit Eiern beworfen

Tür und Hauswand sind beschmutzt worden - Feuerwehrleute verärgert

Zschorlau.

Mit einer ungewöhnlichen Tatwaffe haben sich Vandalen am Gerätehaus der freiwilligen Feuerwehr in Zschorlau zu schaffen gemacht: handelsüblichen Eiern. Vermutlich in der Nacht auf vergangenen Freitag ist das Gebäude damit beworfen worden. Das berichtet Ortswehrleiter Mario Voigt.

"Wir haben es erst am Freitagabend entdeckt. Die Tür und die Hauswand sind beschmutzt gewesen", sagt Voigt. Das Gerätehaus an der Brauhausstraße war erst im September 2018 eingeweiht worden. Wer es bewarf und warum, ist noch unklar. "Wir haben keine Ahnung." Möglich sei, dass es sich um einen Dummejungenstreich handelt oder um böse Absicht.


Bereits vor einigen Monaten war das Gerätehaus laut Voigt mit kleinen Soßen-Verpackungen beworfen worden. Im aktuellen Fall sei zum Glück kein großer Schaden entstanden. "Wir haben nur eine kleine Beschädigung an der Fassade", erklärt der Ortswehrleiter. Über die Aktion ist er dennoch entsetzt. "Vor allem am Freitag war ich richtig wütend und musste erst mal Frust ablassen." Insgesamt seien drei Eier auf das Gebäude geworfen worden.

In einer ersten Mitteilung der Feuerwehr zu dem Vorfall heißt es: "Leider mussten wir erneut feststellen, dass bei einigen Verstand, Anstand, Respekt und Menschlichkeit nicht vorhanden sind!" Und weiter: "Kaum noch ein Einsatz läuft ohne Anfeindungen, Beleidigungen und Diskussionen mit Gaffern ab."

Wie Voigt erklärt, ist die Arbeit der Feuerwehrleute zuletzt tatsächlich komplizierter geworden. "Bei Straßensperrungen ist es mit den Leuten schwierig", sagt er. Man müsse heutzutage viele Diskussionen führen und stoße auf Unverständnis. Persönliche Angriffe gebe es aber nicht. Wie der Gemeindewehrleiter Mike Brenner berichtet, genießen seine Kollegen im Ort zugleich einen starken Rückhalt.

Laut Feuerwehr soll die Tat nun zur Anzeige gebracht werden. "Ich möchte schon wissen, wer es war", sagt Mike Brenner. Zugleich bitten er und seine Kollegen um Mithilfe der Bevölkerung: Wer Hinweise zur Tat hat, solle sich melden.

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