Zschorlauer Schüler wird Bundessieger

Informatik ist sein Lieblingsfach, im Ganztagsangebot hat er das Tastaturschreiben perfektioniert. Nick Baumgarten ist ein besonderes Talent.

Zschorlau.

Die Oberschule in Zschorlau kann stolz sein auf einen Bundessieger. Er heißt Nick Baumgarten, ist Schüler der 9. Klasse und 15 Jahre alt. Er hat am Bundesjugendschreiben teilgenommen, der Wettbewerb wird organisiert von der Bundesjugend für Computer, Kurzschrift und Medien. Nick ist der Beste seiner Altersgruppe in der Kategorie Tabellenkalkulation. Die anderen Kategorien sind Tastschreiben, Textbearbeitung und -gestaltung, Stenografie und Staffelschreiben. Die Teilnahme in allen Kategorien ist nicht zwingend erforderlich, der Zschorlauer hat nicht an Stenografie und Staffelschreiben teilgenommen.

Am Bundeswettbewerb nehmen nur Schüler teil, an deren Schulen das Tastaturschreiben zum Ganztagsangebot gehört. An der Oberschule Zschorlau nehmen das zwar nur wenige Schüler wahr, doch Nick ist ein Ausnahmetalent. Er war schon im vergangenen Jahr Bundessieger. Damals konnte er, weil die Einladung zur Auszeichnungsveranstaltung in Düsseldorf sehr kurzfristig kam, seine Urkunde nicht abholen. "Das war für ihn Ansporn, es dieses Jahr wieder zu versuchen. Es hat geklappt, und er war mit seinem Vater in Dortmund", sagt seine Mutter, Anett Baumgarten. Die Urkunde bekommt man nur, wenn man zur Auszeichnungsveranstaltung fährt und sie sich abholt. "Die ist ja auch wichtig für meine Bewerbungsunterlagen", so der 15-Jährige.


Seit der 5. Klasse beschäftigt sich Nick im Ganztagsangebot mit Tastaturschreiben. "Ich dachte, das kann man bestimmt gut für die Schule gebrauchen", meint er. "Und jetzt bin ich ja auch schneller im Abschreiben von Texten als alle meine Mitschüler." Seit zwei Jahren beschäftigt er sich intensiver mit der Tabellenkalkulation. Ines Hanke, die das Ganztagsangebot Tastaturschreiben an der Zschorlauer Schule leitet, hat die Aufgaben für Nick im April bekommen. Gelöst werden sie am Rechner in der Schule. In denen von Nick ging es um Ergebnisse eines fiktiven Wintersport-Wettbewerbes. Diese auswerten, Gesamtpunktzahlen ermitteln, Überschriften einfügen und Tabellen formatieren, war die Herausforderung - 20 Minuten Zeit standen zur Verfügung. "Manchmal muss man da um die Ecke denken, überlegen, welche Formeln passen", erklärt der Neuntklässler. Ihm gelang das offenbar recht gut. Mit 83 Punkten lag er zehn vor dem Zweitplatzierten.

Informatik ist das Lieblingsfach des 15-Jährigen, da steht auf dem Zeugnis natürlich die Eins. Auch sonst können sich seine Zensuren sehen lassen, deshalb ist der Plan, zunächst einmal am Berufsschulzentrum in Aue das Abitur zu machen. Wie es danach weitergeht, dazu ist sich der Schüler noch im Unklaren. Aber eigentlich würde er gern bei der Bahn als Bauingenieur arbeiten. "Bei der Erzgebirgsbahn habe ich schon zweimal ein Praktikum gemacht, das war sehr interessant", erzählt er. Seine Hobbys würden noch weitere Entwicklungschancen eröffnen: Er ist Rettungsschwimmer, Mitglied der Jugendfeuerwehr Zschorlau und spielt gemeinsam mit seiner zwölfjährigen Schwester Akkordeon bei den Fröhlichen Harmonikaspatzen in Aue. In der Schule ist er auch noch Mitglied der Computer-Arbeitsgemeinschaft, wo ihm die Fotobearbeitung und das Erstellen von Internetseiten besonders liegen.

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