Alte Sorte erfreut Olbernhauer Hobbygärtner

Gartenmeisterschaft: Christian Drechsel erwartet eine einmalig üppige Weinlese. Sein Rebstock trägt etwa 350 Trauben.

Olbernhau.

Vor etwa 15 Jahren hat Christian Drechsel einen Wein-Steckling vom Gut eines Bekannten in Italien ins Erzgebirge gebracht. Dieser hat in den vergangenen Jahren stets Blüten und auch Früchte getragen. So üppig wie die erwartete Lese in diesem Jahr war noch keine, und damit bewirbt er sich bei der Gartenmeisterschaft der Raiffeisen Handelsgenossenschaft (RHG) und der "Freien Presse".

Als alte Sorte habe sein Bekannter die Rebe bezeichnet. "Sie muss nicht wie viele andere Sorten in Italien nach jedem Regen gespritzt werden, sondern nur dreimal im Jahr. Sie gilt als besonders robust", so der Olbernhauer. Die Beeren selbst sind klein und süß. Bislang haben die Drechsels daraus immer Weingelee gemacht. Diesmal wollen die Hobbygärtner auch Saft aus den Reben pressen.

Mit der Pflege seines Weinstockes nimmt es Christian Drechsel sehr genau. So versorgt er ihn regelmäßig mit Kalk. Dazu verwendet er unter anderem leere Muscheln von den Urlaubsstränden. Diese liegen rund um den Stock verteilt. Etwa 20 Meter wächst der Wein rund um das Gartenhäuschen herum. Erst im Herbst hat er ihn um etwa zwei Meter gekürzt. Beim Beschneiden gibt sich der Olbernhauer große Mühe. Dicke Zweige, die später Blüten und Früchte tragen sollen, lässt er stehen. Überschüssiges wird entfernt. Das gilt auch für Blätter, die die Trauben verdecken und für dünne Zweige. "Der Weinstock soll seine ganze Energie für die Trauben aufwenden können", sagt er. Dazu ist er mehrmals in der Woche im Einsatz.

Gelesen wird der Wein nach dem ersten Frost. Wird es kälter, dann wickelt Christian Drechsel die Trauben in Fließ ein, um sie vor Frost zu bewahren. Als er dieses Jahr wieder in Italien war, stellte er fest, dass der Wein dort auch nicht besser wächst wie dieses Jahr in seinem Garten. Bei der Lese hat er auf dem zwischen Triest und Padua gelegenen Gut schon dreimal mitgeholfen. "Den Duft, wenn die Trauben in die Kisten gepresst werden, vergisst man nicht. Der ist so aromatisch", schwärmt er.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...