Alte und moderne Märchen vereint

Der Förderverein Schloss Wildeck stellt ein Ferienprogramm auf die Beine. Losging's mit einem Besuch bei Frau Holle.

Zschopau.

Dass es am Mittwoch windstill war, kam den 30 Kindern auf Schloss Wildeck zugute. Schließlich lautete eine ihrer Aufgaben, Watte über den Tisch zu pusten. "Das passte gut zum Thema, mit dem wir unsere Ferienspiele eröffnet haben", sagt Ellen Bollin vom Förderverein des Zschopauer Schlosses. Die Vorsitzende spricht von Frau Holle, die am ersten der vier Thementage im Mittelpunkt stand. In den kommenden Wochen erwartet die Besucher mittwochs ab 10 Uhr stets eine andere bekannte Märchenfigur.

"Wir versuchen immer, uns etwas Neues einfallen zu lassen", betont Ellen Bollin. Diesmal knüpfen sie und ihre Helferinnen an den Märchenwald an, den sie zum Weihnachtsmarkt aufgebaut hatten. Beim Blick in den Märchengarten, der seit Montag im Schlosshof steht, kamen den Kindern daher einige Figuren bekannt vor. Andere Wesen erblickten sie dagegen zum ersten Mal. "30 Jahre nach der Wiedervereinigung bieten wir einen Mix aus alten und modernen Märchen", erklärt Ellen Bolin, deren Verein sich vom Jubiläum zum Motto "Märchen im Wandel" inspirieren ließ.

Bekannte Figuren, die schon vor Jahrzehnten über den Bildschirm flimmerten, sind im Märchengarten ebenso zu bestaunen wie Feen, die erst kürzlich Kultstatus erlangten. Die aus alten russischen Filmen bekannte Hexe Babajaga zum Beispiel, die am 5. August in ihr Hexenlabor einlädt, gehört ebenso zum Programm wie Maleficent. Mit der modernen Version des Dornröschens kann am 12. August gefilzt werden. Zunächst dreht sich am nächsten Mittwoch aber alles um Arielle, die Meerjungfrau. "Dann werden zum Beispiel Muschelketten gebastelt", blickt die Organisatorin voraus.

Damit sich der Aufbau des Märchengartens lohnt, können Schlossbesucher ihn jederzeit näher unter die Lupe nehmen. "Es gibt sogar etwas zu gewinnen. Einfach die zehn Märchen erkennen und den Laufzettel ausfüllen", erklärt Ellen Bolin. Für die Mittwochsveranstaltungen, die auch gern vom Schulhort und von Kitas genutzt werden, müssen Eltern ihre Kinder anmelden.

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