Am Ratstisch bleiben zwei Stühle frei

Nach der Fusion mit Pfaffroda hat der erste gemeinsam gewählte Olbernhauer Stadtrat die Arbeit aufgenommen. Zwar gibt es keinen großen Umbruch, aber dennoch frischen Wind.

Olbernhau.

Der Stadtrat Olbernhau hat sich nach der Kommunalwahl im Mai nun zum ersten Mal getroffen. Während der konstituierenden Sitzung fällten die Mitglieder wichtige Entscheidungen. So wählten sie die stellvertretenden Bürgermeister.

Bei der Abstimmung ging es teils denkbar knapp zu. Rat Guido Kolberg (CDU) sicherte sich bereits im ersten Wahlgang mit klarem Vorsprung vor Hartmut Tanneberger (SPD) die Funktion des ersten stellvertretenden Bürgermeisters. Zwei Wahlgänge wurden hinsichtlich des zweiten Stellvertreters des Bürgermeisters notwendig. Michael Rudolph (Freie Bürger Olbernhau) setzte sich mit einer Stimme Vorsprung gegen Tanneberger durch.


Gab es aufgrund der Eingemeindung von Pfaffroda einst im Gremium 28 Sitze, sank die Anzahl auf 22. Zwei bleiben frei. Der Grund liegt bei der AfD, die neu im Gremium ist. Christian Wendler hatte bei der Kommunalwahl die meisten Stimmen auf sich vereint. Da im Vorfeld des Urnengangs Kandidaten der AfD absprangen, konnte die Partei nicht alle Sitze besetzen. Neu im Stadtrat sind zudem Ingo Hofmann (Freie Bürger für Olbernhau), Tino Brehmer (Freie Bürger für Olbernhau) sowie Lutz Mehlhorn (SPD-Mandat).

Im Zuge der von Bürgermeister Heinz-Peter Haustein (FDP) geleiteten konstituierenden Sitzung nahmen mit Michael Rudolph und Tino Brehmer nur zwei Räte aus dem Gebiet der ehemals eigenständigen Gemeinde Pfaffroda am Ratstisch Platz. Der Konkurrenzkampf sei groß gewesen, ordnete Rudolph ein. 89 Kandidaten waren angetreten.

Die Christdemokraten bilden auch in Zukunft die stärkste Fraktion (8 Sitze), gefolgt von den Sozialdemokraten (4). FDP (3) und Freie Bürger für Olbernhau (3) sind in puncto Kräfteverhältnis gleichauf. Die Linke nimmt so wie die AfD nur einen Sitz ein. Damit bildet die Linke mit dem verbliebenen Rat Bernd Brückner keine Fraktion mehr. "Es ist der Bürgerwille", sagte Brückner. "Man muss das akzeptieren."


SPD


SPD


Linke


CDU


Freie Bürger Olbernhau


CDU


FDP


AfD

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