Bauarbeiter nutzen die gästefreie Zeit

Klassenfahrten sind noch tabu. Also fehlen im Naturschutzzentrum in Dörfel weiter die Übernachtungsgäste. Rege Betriebsamkeit herrscht dennoch im Haus.

Dörfel.

Vergleichsweise still ist es nach wie vor im Naturschutzzentrum Erzgebirge in Dörfel. Denn Schulklassen oder auch Kinder- oder Jugendgruppen können aktuell noch immer nicht gemeinsam verreisen. Also fehlt in der Herberge der Einrichtung auch weiterhin die Mehrheit der Gäste. Lediglich Aufenthalte und Übernachtungen von Privatpersonen sind aktuell möglich, erläutert Stefan Pechfelder, Pressesprecher des Landratsamtes. Rege Betriebsamkeit herrscht dennoch auf dem Gelände.

Denn neben dem Alltagsgeschäft, dass trotz aller Corona-Einschränkungen weiterläuft, finden derzeit auch umfangreiche Bauarbeiten im Objekt statt. Im Mittelpunkt steht dabei laut Stefan Pechfelder vor allem die Umsetzung des Brandschutzkonzeptes. So werden zum Beispiel Brandmeldeanlage und Sicherheitsbeleuchtung erweitert, Brandschutzkanäle in Flucht- und Rettungswegen integriert, Defizite in der Lüftungsanlage der Küche abgestellt, Brandschutztüren eingebaut beziehungsweise vorhandene Türen entsprechend ertüchtigt. Damit einher gehen im Anschluss jeweils Ausbesserungsarbeiten an den Mauern und Fußböden. Dabei sei der überwiegende Teil der Arbeiten in den Ferienhäusern, der Bikerstation und den Garagen bereits realisiert. "Die noch auszuführenden Arbeiten beschränken sich auf das Herbergsgebäude", erläutert der Behördensprecher. Dort sollen die Arbeiten in der 31. Kalenderwoche abgeschlossen werden, wenn nicht noch zusätzliche verdeckte Bauschäden vorgefunden werden.

Denn der Zeitplan war schon einmal durcheinander geraten, als bei den Abbrucharbeiten unerwartete Brandschutzmängel entdeckt wurden. Als Beispiele dafür nennt Pechfelder unter anderem mangelhaft eingebaute Trennwände und Defizite bei der Installation. Fehler, die ihm Vorfeld so nicht zu vermuten waren, wie er sagt. Für die Beseitigung der Mängel muss der Landkreis als Träger der Einrichtung zusätzlich reichlich 344.000 Euro aufbringen. Eine entsprechende Eilentscheidung dazu hat der Landrat bereits getroffen. Finanziert werde die Summe aus überplanmäßigen Einzahlungen und aus liquiden Mitteln des Landkreises.

0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.