Dem Schneegestöber folgt der Wärmerekord

Der Februar fackelte nicht lang und brachte die Erzgebirgslandschaft gleich zu Beginn unter die (weiße) Haube. Aber nur kurz.

Olbernhau.

Das Wetter im Februar wurde maßgeblich von zwei Druckgebilden, dem Schneetief Quirin und dem Vorfrühlingshoch Frauke, bestimmt. Ersteres, ein schnelles aber sehr intensives Tief, lud am 3. Februar große Mengen Schnee binnen kurzer Zeit ab. In nur etwa zwölf Stunden kamen im Erzgebirge, aber auch in Ostsachsen und sogar in Dresden 25 Zentimeter Neuschnee zusammen. Insgesamt betrug die Schneedecke in Olbernhau damit 37 Zentimeter. Bei Tagestemperaturen um den Gefrierpunkt und Nächten mit mäßigem Frost unter minus 5 Grad Celsius konnte sich die Schneedecke zunächst gut halten. Am frühen Abend des 7. Februar setzte bei minus 2 Grad Celsius gefrierender Regen ein. Die dabei gefallenen 2,5 Liter pro Quadratmeter verwandelten alles in eine spiegelglatte Eisbahn - und das schon zum dritten Mal in diesem Winter.

Nach wenigen Schneeregenschauern am 11. und 12. Februar stellte sich die Großwetterlage mit Hoch Frauke nachhaltig auf Frühling um. Das Barometer machte binnen 48 Stunden einen riesigen Satz nach oben - von 995 auf 1034 Hektopascal. Die Sonne strahlte zumeist den ganzen Tag von einem tiefblauen Himmel. Die Folge: Mit 201 Prozent ist der Februar der zweitsonnenscheinreichste nach 2003, und am 18. wurde mit 16,4 Grad ein neuer Wärmerekord für eine zweite Februardekade aufgestellt.

In der Niederschlagsbilanz steht der gesamte meteorologische Winter, der am 28. Februar zu Ende gegangen ist, zusammen mit dem Winterquartal 1986/87 auf dem ersten Platz der nassesten Winter seit 1951 in Olbernhau. Die 348 Liter pro Quadratmeter entsprechen einer Übererfüllungsquote von 180 Prozent. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass das Defizit seit Anfang des vergangenen Jahres ausgeglichen wäre. Immer noch fehlen knapp 190 Liter pro Quadratmeter, also fast drei Monatsmengen.

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