Die Zukunftspläne für Marienberg

Das Konzept für die Entwicklung der Stadt bis 2030 ist beschlossen. Darin sind auch Wünsche von Bürgern berücksichtigt. Nicht nur deshalb gilt es als wichtiger Fahrplan für den Stadtrat.

Marienberg.

Wie sollen sich die Stadt Marienberg und ihre Ortsteile im nächsten Jahrzehnt verändern? Wie können Wohnen, Leben und Arbeiten in der Bergstadt attraktiver gestaltet werden? Genau mit diesen Fragen beschäftigt sich das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept. Fünf Jahre lang wurde daran gefeilt. Nun hat der Stadtrat das etwa 60 Seiten umfassende Papier einstimmig abgesegnet. Ein richtungsweisender Beschluss.

Schon 2002 hatte die Stadt erstmals ein solches Konzept aufstellen lassen. Seit 2014 wurde an der nun beschlossenen Fortschreibung gearbeitet. Darin sind die wichtigsten Aufgaben für Marienberg bis 2030 festgelegt, an denen konkrete Ziele abgeleitet werden können.


Das Projekt von Beginn an betreut hat Martin Monse von Wüstenrot Haus- und Städtebau in Dresden. Zunächst wurde in einer ersten Analyse der Ist-Zustand ermittelt und dabei die Bevölkerungsentwicklung berücksichtigt. Anschließend wurde die Öffentlichkeit beteiligt, Bewohner befragt und in einem Workshop mit Bürgern aus Stärken und Schwächen Zukunftspläne zu den Themen "Innenstadt, Handel, Gastronomie" sowie "Kultur, Tourismus, Freizeit, Sport, Bildung" und "Wirtschaft, Arbeit, Infrastruktur, Wohnen" abgeleitet. Aus allen Erkenntnissen hat Monse acht Kernpunkte im Konzept festgehalten. Sie beschränken sich nicht nur auf die Kernstadt, sondern binden auch die Ortsteile mit ein, betont der von der Stadt beauftragte Projektleiter.

Im Ergebnis sollen unter anderem das Angebot im ÖPNV gestärkt, Möglichkeiten für Radfahrer erweitert und die Innenstadt attraktiver gestaltet werden. Neben einem Leerstandsmanagement könnte es Nachfolgerbörsen für ältere Geschäftsinhaber und Interessenten geben. Der Ausbau des Stadtmarketings, vielfältige Kultur- und Sozialangebote sowie der Breitband-Ausbau gehören ebenfalls zu den Aufgaben.

Oberbürgermeister André Heinrich bezeichnet das Konzept nicht nur deshalb als "Fahrplan für den neuen Stadtrat". Denn es bildet zugleich auch eine wichtige Grundlage für spätere Fördermittel bei städtebaulichen Projekten. Als einziges verbliebenes Mittelzentrum im mittleren Erzgebirge habe Marienberg eine wichtige Versorgungsfunktion, betont Heinrich. Sein Stellvertreter Uwe Theml hebt dabei die Herausforderungen in den Ortsteilen hervor. Denn der prognostizierte Rückgang der Erwerbstätigen stellt das Leben und Wohnen in den Dörfern zusätzlich vor Probleme.

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