Direktkandidaten im Bürgertest

Wer steht für welche Ziele? "Freie Presse" und die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen stellen die Bewerber im Wahlkreis 16/Erzgebirge 4 vor. Teilnehmer des Forums im "Erzhammer" können Politikern auf den Zahn fühlen.

Annaberg-Buchholz.

Noch sind es einige Wochen hin bis zur Landtagswahl am 1. September, dennoch kommen die Wahlkampfmaschinen der einzelnen Parteien mehr und mehr auf Touren. Auch im Wahlkreis 16/Erzgebirge 4, der im Wesentlichen das Gebiet des Altkreises Annaberg umfasst, häufen sich Politikerauftritte, sind die Wahlen Gesprächsthema.

Die Parteiprogramme sind dick, das von den Parteien ins Rennen geschickte Personal nicht immer bekannt. Wer Vertreter der aussichtsreichsten Parteien und ihre Positionen zu bewegenden Themen näher kennenlernen will - und das sogar im direkten Streitgespräch -, der sollte sich den Abend des 11. Juli freihalten. Die Landeszentrale für politische Bildung und die "Freie Presse" veranstalten an diesem Tag von 19 bis 21 Uhr im Kulturzentrum "Haus des Gastes Erzhammer" in Annaberg-Buchholz ein Wahlforum. Eingeladen sind die Direktkandidaten der aussichtsreichsten Parteien des Wahlkreises: Ronny Wähner (CDU), Thomas Prantl (AfD), Antje Feiks (Die Linke), Sören Wittig (SPD), Nino Haustein (Grüne) und Enrico Wohlgemuth (FDP).


Bisher hatte in diesem Wahlkreis stets die CDU beim Kampf um das Direktmandat die Nase vorn. Steffen Flath gewann es gleich vier Mal. Auch Ronny Wähner konnte vor fünf Jahren mit 46,7 Prozent der Stimmen ein klares Ergebnis einfahren. Lediglich Frank Dahms von den Linken schaffte damals mit 20,5 Prozent noch ein zweistelliges Ergebnis. Alle anderen blieben im einstelligen Bereich.

Die Prognosen für die Wahl am 1. September sehen anders aus: Ein aktuelles Stimmungsbild gab eine Umfrage der Meinungsforscher von Insa. Vom 4.bis 11. Juni hatte Insa 1057 Frauen und Männer im Auftrag der "Bild" in Sachsen befragt. 25 Prozent von ihnen würden demnach AfD wählen, die CDU erreicht 24 Prozent. Die Grünen kommen auf 16Prozent - sie liegen gleichauf mit der Linken. Die SPD ist mit 7 Prozent deutlich von der Zweistelligkeit entfernt. Die FDP darf mit 6 Prozent auf den Einzug in den Landtag hoffen, den die Freien Wähler mit 4 Prozent zu verfehlen drohen. Beim Wahlforum am 11. Juli können die Wählerinnen und Wähler den Direktkandidaten (siehe unten) auf den Zahn fühlen. So müssen sie nicht nur passive Zuhörer sein, sondern können sich mit ihren Fragen direkt an die Politiker wenden.

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1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    0
    Berti70
    03.07.2019

    Sind die Freien Wähler beim Wahlforum dabei? Wenn nein - dann warum ?



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