Diskussion im Spielzeugwinkel geht in die nächste Runde

Der jüngste Gemeinschaftsausschuss hat keine Einigung im Streit um eine neue Gemeinschaftsvereinbarung gebracht. Nun nehmen die Bürgermeister einen weiteren Anlauf.

Seiffen.

Sie ist fünf Seiten dünn, die am 1. April 2000 in Kraft getretene Gemeinschaftsvereinbarung der Verwaltungsgemeinschaft Seiffen/ Deutschneudorf/Heidersdorf. Bis heute hat sich an dem Papier nichts geändert. Nun soll eine neue Grundlage für die Zusammenarbeit der drei Gemeinden im Spielzeugwinkel getroffen werden. Doch bislang konnten sich zwei der drei Bürgermeister nicht annähernd einigen.

Seiffens Ortschef Martin Wittig und Amtskollegin Claudia Kluge in Deutschneudorf befinden sich im Dauerstreit. Aktuell kracht es wegen den Umlagekosten, die anteilmäßig gemessen an der Einwohnerzahl für die gemeinsame Verwaltung in Seiffen gezahlt werden muss. Kluge wirft Wittig und der Verwaltung vor, dass es keine rechtliche Grundlage für die Berechnung der Umlage-Höhe gibt. Es fehlt ein entsprechender Paragraf in der Gemeinschaftsvereinbarung. Bislang konnten sich Wittig und Kluge nicht auf einen neuen Vertrag verständigen. Deshalb soll zur öffentlichen Sitzung des Gemeinschaftsausschusses am heutigen Montag wieder darüber diskutiert werden.

"Wir drei Bürgermeister hatten einen Termin bei der Rechtsaufsicht. Uns wurde mitgeteilt, dass wir eine neue Vereinbarung auf den Weg bringen sollen", sagt Wittig. Mit seinem Heidersdorfer Amtskollegen Andreas Börner sei er sich einig. Mit Deutschneudorfs Ortschefin hingegen nicht. "Es kommen bislang auch keine Änderungswünsche von Frau Kluge", betont Wittig. Kluge wiederum beharrt auf ihren Forderungen. Unter anderem soll die Bürgersprechstunde im Ort wieder wöchentlich statt nur einmal im Monat stattfinden. Einigen sich die Bürgermeister nicht, könnte der Verwaltungsgemeinschaft eine Mustervereinbarung aufgezwungen werden.

Der Gemeinschaftsausschuss beginnt am heutgen Montag, 20.30 Uhr im Seiffener Haus des Gastes.

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