Dörnthaler Gehweg bleibt lückenhaft

Kosten fallen zu hoch aus - Anwohner wünschen sich eine bessere Beleuchtung

Dörnthal.

Der Gehweg im Dörnthaler Oberdorf ist nur in Teilen vorhanden. Inzwischen steht fest: Obwohl die Hauptstraße für 1,8 Millionen Euro saniert wird, wird er auch in Zukunft nicht durchgängig sein. Grund: Die erwarteten Kosten belaufen sich auf zwei Millionen Euro und fallen damit zu hoch aus, wie Bürgermeister Heinz-Peter Haustein (FDP) während des Stadtrates in Olbernhau bekräftigte.

Bereits während der Einwohnerversammlung, die in dieser Woche in Dörnthal stattfand, war über das Für und Wider gesprochen worden. Es zeigte sich: In dem Ortsteil ist der Wunsch nach dem Gehweg nicht allzu groß. Viel mehr wurde sich für eine verbesserte Straßenbeleuchtung ausgesprochen. Derzeit sind die Abstände der Masten recht groß. Die Stadt sagte Abhilfe zu.

Bauamtsleiter Stefan Procksch hatte zuvor erklärt, dass für den Bau des Gehweges Grunderwerb nötig sei. "Die Kosten dafür sind vernachlässigbar", sagte er. Aber: Die Vermessung würde mit 100.000 Euro zu Buche schlagen. Um den Gehweg zu bauen, müsste in den Untergrund eingegriffen werden. In ihn wurde einst Wismutschotter verbaut. Die Gesetzeslage sieht vor, dass er speziell entsorgt werden muss. Das treibt die Kosten hoch. Hinzu kommt im Falle eines Gehweges der steigende Aufwand bei der Entwässerung. So soll es nun ausreichend breite Borde geben, auf die die Fußgänger ausweichen können.

Unterdessen treibt die Stadt das Vorhaben, die Dörnthaler ans zentrale Trinkwassernetz anzuschließen, weiter voran. Ein Gespräch mit der zuständigen Erzgebirge Trinkwasser Gesellschaft habe stattgefunden, so Haustein. Die Ergebnisse der Umfrage wurden übergeben. Letzter Stand: Mehr als 93 Prozent wollen ans Netz. (geom)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...