Donner-Berichte häufen sich

Auch in Orten wie Thum und Burkhardtsdorf war das Phänomen zu hören. Unterdessen weiten sich die Spekulationen aus.

Marienberg.

Gleich mehrfach ist in den vergangenen Tagen im Erzgebirge ein mysteriöses Donnern aufgetreten. Inzwischen stellte sich heraus: Weit mehr Menschen haben die Geräusche gehört, als angenommen. So gibt es nicht nur Hinweise aus dem Raum Olbernhau/Marienberg, sondern auch aus Burkhardtsdorf, Thum und Holzhau. Selbst in Freiberg und Hohenstein-Ernstthal sei das Donnern wahrnehmbar gewesen, schreiben Nutzer im sozialen Netzwerk Facebook.

"Die Heizkörper fingen an, sich zu bewegen", betonte Werner Schumann, der im Wolkensteiner Ortsteil Floßmühle lebt. Am Dienstagabend habe er das sich aufbauende Geräusch gehört. "Als würde ein Heißluftballon mit Gas gefüllt." Der 64-Jährige ging zum Fenster, um nachzusehen. "Ich dachte erst an ein Feuerwerk, konnte aber keines entdecken." Auch am Mittwoch sei das Phänomen aufgetreten. Als tief und durchdringend beschreibt Matthias Harzer das Donnern. Der 28-jährige Deutschneudorfer hat ebenfalls keine Erklärung.

Entsprechend wird über die Ursache spekuliert. So erreichten "Freie Presse" Hinweise, dass am Donnerstagmittag über der Region angeblich eine Transportmaschine des Militärs unterwegs war. Jedoch fällt das Vorkommnis nicht zeitlich mit dem Donnern zusammen. Auch über einen unterirdischen geheimen Tunnelbau wurde gemutmaßt. Selbst Ufos wurden ins Spiel gebracht.

Auf Facebook wird das Geschehen nicht nur ernst, sondern auch mit einem Augenzwinkern kommentiert. "War ein Grummeln meines Magens", so ein Nutzer. "Wahrscheinlich kommen die Russen", heißt es. Ein anderer schreibt: "Es war der Trump Donald Trump."

Über die wahre Ursache herrscht indes weiterhin Unklarheit. "Freie Presse" hatte schon bei verschiedenen Stellen nachgefragt, unter anderem bei Polizei, Feuerwehr und Verwaltungen. Das Luftfahrtamt der Bundeswehr teilte mit, dass in den betreffenden Zeiträumen kein militärischer Flugbetrieb stattfand. Laut Wetterexperte Dirk Christoph, der in Olbernhau eine private Wetterstation betreibt, gab es keine Gewitter. Aus der Erzgebirgskaserne in Marienberg hieß es, dass der Krach nicht von Soldaten ausgehe. Auch ein Erdbeben ließ sich ausschließen. Nicht wenige vermuten die Quelle in Tschechien und tippen auf dortige Militärübungen. Auch das ließ sich bis Freitag allerdings nicht bestätigen.

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