Dorfverein weicht auf Narzissen aus

Gerade mal ein Kind ist in den vergangenen Monaten in Forchheim geboren worden, somit wird auf der Streuobstwiese nur ein neuer Baum gepflanzt. Doch es gibt einen Plan B.

Forchheim.

Das hatte sich der Dorfverein Forchheim anders erhofft: In diesem Jahr kann auf der Streuobstwiese nahe dem Kleinfeldsportplatz hinter der Turnhalle nur ein neuer Baum gepflanzt werden. Grund: In den vergangenen Monaten wurde in dem Pockau-Lengefelder Ortsteil nur ein Kind geboren. Jedes Jahr im September werden für sie Bäume gepflanzt. 14 Gewächse stehen schon auf dem Areal.

"Es hat in Forchheim bereits Jahre mit so wenigen Neugeborenen gegeben", erklärte Susanne Ramisch, stellvertretende Vorsitzende des Dorfvereins. Angesichts der vergangenen beiden kinderreichen Jahre kann sie den aktuellen Babymangel ganz gut verschmerzen. 2016 und 2017 kamen auf der Wiese je sieben Bäume in den Boden. Am 16. September, dann findet das Streuobstwiesenfest statt, kommt ein Birnbaum hinzu. Damit es trotz der wenigen Neugeborenen während des Festes gesellig zugeht, hat sich der Dorfverein in diesem Jahr etwas Besonderes einfallen lassen. Die 15 Mitglieder organisierten nicht nur den Baum, sondern auch Narzissen. Unmittelbar an der Streuobstwiese soll eine Narzissenwiese entstehen. Von ihnen gebe es bereits mehrere in Forchheim, sagte Susanne Ramisch: "Ähnlich wie die Krokusse in Drebach." Die Familien setzen Zwiebeln, diese werden vom Verein bereitgestellt. Jeder, der Lust hat, könne sich beteiligen.

Für die Zukunft wünscht sich Susanne Ramisch wieder mehr Geburten. Platz gebe es auf der Streuobstwiese jedenfalls noch. Falls er einmal nicht mehr ausreicht, sollen andere Wiesen hinzukommen. An jedem der Bäume befindet sich ein Schild mit dem Namen des Kindes. So wissen die Mädchen und Jungen später genau, wo sich ihr Baum befindet. Die Familien sollen selbst ernten können. Aber auch alle anderen können sich zum Beispiel ein paar Äpfel oder Pflaumen pflücken. Das Areal ist öffentlich zugänglich. Noch sind die Bäume zu jung. "In diesem Jahr tragen sie keine Früchte", so Susanne Ramisch.

Das Streuobstwiesenfest findet am Sonntag, 16. September, statt. Beginn ist 15 Uhr.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...