Erneutes Kletterunglück in Wolkenstein

Ein 60-jähriger Mann ist am Mittwoch bei einem Sturz in der Wolkensteiner Schweiz schwer verletzt worden. Mitten im Einsatz folgte die nächste Alarmierung für die Einsatzkräfte.

Wolkenstein.

An den Felsen im Wolkensteiner Ortsteil Floßplatz hat sich am gestrigen Mittwoch erneut ein Kletterunglück ereignet. Wie Einsatzleiter Andreas Zießler von der Wolkensteiner Feuerwehr bestätigte, stürzte ein Mann einige Meter in die Tiefe. Der 60-Jährige verletzte sich dabei schwer, aber nicht lebensbedrohlich. Erst im November vergangenen Jahres kamen zwei junge Frauen in der Wolkensteiner Schweiz ums Leben.

Am gestrigen Mittwoch wurden die Einsatzkräfte 15.43 Uhr alarmiert. Zwei Touristen waren an einem Hang an der Heidelbachstraße unterwegs. Dabei geschah der Unfall. "Zwei weitere Kletterer leisteten erste Hilfe", erklärte Andreas Zießler. Kameraden des Bergbau- und Höhenrettungszugs der Stadt Annaberg-Buchholz fanden den 60-Jährigen auf einen Felsvorsprung liegend. Die Schwierigkeit war, dass der Verletzte von der anderen Uferseite der Zschopau aus mit der Drehleiter und einer Schleifkorbtrage geborgen werden musste, erläuterte Paul Reuter vom Bergbau- und Höhenrettungszug, der mit 14 Kameraden im Einsatz war. Zum Großaufgebot gehörten 23 weitere Kameraden der freiwilligen Feuerwehren Schönbrunn, Wolkenstein und Gehringswalde sowie Rettungsdienst, Notarzt und Polizisten. Auch Wolkensteins Bürgermeister Wolfram Liebing erkundigte sich vor Ort über das Unglück.

17.22 Uhr hob der Rettungshubschrauber mit dem Schwerverletzten aus dem schwer zugänglichen Gebiet ab. Zu diesem Zeitpunkt lief bereits der nächste Feuerwehreinsatz für die Kameraden aus Schönbrunn, Gehringswalde und Falkenbach. Am Bahnhof in Wolkenstein stieg starker Qualm aus einem Triebwagen der Erzgebirgsbahn auf. Der Lokführer ließ die Fahrgäste am Bahnsteig aussteigen und fuhr den Zug einige Meter weiter auf sicheren Abstand. Die Feuerwehr stellte Löschbereitschaft her, sagte Einsatzleiter Sven Fiedler von den Schönbrunner Kameraden. Was den Defekt verursacht hatte, wollte ein Bahnmitarbeiter vor Ort nicht mitteilen. Gegen 17.45 Uhr dauerte der Einsatz noch an. Die Bahnstrecke nach Annaberg war zu diesem Zeitpunkt noch gesperrt. (mit mär)

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