Fortbestand der Sperrung verärgert Anwohner

In Großolbersdorf ist die B 174 saniert - die Einschränkungen bleiben

Großolbersdorf.

Großflächige, bis zu zehn Zentimeter tiefe Löcher auf der B 174 haben zu Jahresbeginn in der Ortslage Großolbersdorf Kraftfahrer verärgert. Weil die Schäden gravierend waren, mussten Mitarbeiter der Straßenmeisterei den Bereich mit Warnbaken abriegeln. Mehrere Wochen vergingen, bis eine Reparatur erfolgte. Das Landratsamt gab damals den Schwarzen Peter an das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) weiter, indem es die Schäden nicht auf den Winter, sondern auf mangelnde Instandsetzung zurückführte.

Nachdem die Straße in der Ortslage Ende Juli saniert wurde, gibt es neuen Ärger. Seit einer Woche ist die Fahrbahn fertig, die Markierungen sind aufgebracht. Aber die Einschränkungen bestehen fort. Die Anbindung der Haupt- an die Bundesstraße ist nach wie vor gesperrt. Der Verkehr wird per Ampel an der Baustelle vorbeigeleitet. Anwohner reagieren mit Unverständnis. "Wir müssen eine riesige Umleitung in Kauf nehmen", beklagt etwa Matthias Günther. Die Strecke führt über die Heinzebank, die Großolbersdorfer, Heinzebank- und Schulstraße bis zur Straße Am Rathaus.


Auch Thomas Schreiter ärgert sich über die Sperrung, für die es augenscheinlich keinen Grund mehr zu geben scheint. Sein Haus befindet sich in Höhe der Ampel. "Manche Lkw-Fahrer schalten davor den Motor ab. Andere lassen ihn weiterlaufen", beklagt der Großolbersdorfer am Lesertelefon zusätzlichen Lärm durch tuckernde Motoren. "Dass die Arbeiten eine Baustelle erfordern, sieht jeder ein. Ein so kleines Straßenstück sollte aber in zwei bis drei Tagen fertig sein", fügt Thomas Schreiter hinzu. Ohnehin würden die Anwohner schon sehnsüchtig auf den Bau der Umgehungsstraße warten. Schreiter: "Mir ist unverständlich, dass der Abschnitt zwischen Chemnitz und Zschopau wie eine Autobahn ausgebaut wurde, bei uns aber überhaupt nichts passiert." Aufklärung zum Fortbestand der Sperrung könnte das zuständige Lasuv leisten. Die Behörde sah sich bis zum gestrigen Freitag jedoch nicht in der Lage, eine Anfrage der "Freien Presse" zu beantworten.

Über Probleme mit Geschwindigkeitsmessungen auf der B 174 am Ortsausgang Chemnitz lesen Sie auf Seite 10.

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