Freistaat stellt neuen Trassenverlauf die Ortsumgehung Reitzenhain vor

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Ob die Strecke realisiert werden kann, entscheidet sich noch. Und auch im Falle einer Zusage des Bundes werden die Bagger erst in Jahren rollen.

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55 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 7
    0
    GuggstDu
    02.04.2021

    "Anschließend soll sie die jetzige Bundesstraße 174 (Ernst-Thälmann-Straße) queren und parallel zu ihr auf dem alten Bahndamm verlaufen" ... statt dass wir wie Österreich, Schweiz und Co. vernünftig planen und wo es geht, LKW Verkehr auf die Schiene zu bringen und im Bundesverkehrswegeplan mehr, viel mehr auf Schiene setzen, wird weiter auf Straße, Diesel, Lärm und Flächenversiegelung gesetzt. Gerade die Gegend oberhalb Marienbergs ist enorm wichtig für die Wasserspeicherung und -versorgung der gesamten Region. Die Moore sichern zumindes im Gebirge noch die Kühlung in immer heißeren und trockenen Sommern. Damit der LKW Verkehr ganze 200m weiter verlegt wird, soll in Reitzenhain, Chemnitz und Co. massiver Flächenfraß betrieben werden. Die entsprechende Schiene wurde erst in den letzten Jahren abgebaut. Eine durchdachte Güterzugstrecke würde Geld und Emissionen sparen. Was für eine verbaute und versaute Welt wollen wir unseren Kindern hinterlassen?

  • 9
    4
    fnor
    01.04.2021

    In Tschechien und Deutschland baut man an einer Autobahn von Leipzig bis Prag. Engstelle ist derzeit die B174, diese beschränkt den Verkehr. Der Verkehr nimmt zu, bis die Engstelle ausgelastet ist. Baut man die Engstelle aus, steigt der Verkehr auf der gesamten Route. Die Ortsumfahrungen Marienberg, Zschopau, Kleinolbersdorf, der Ausbau Zschopauer Straße haben Engstellen beseitigt, den Verkehr steigen lassen und neue Engstellen geschaffen. Baut man Reitzenhain und Hohndorf aus, wird der Südring Engstelle, baut man dort, wird es woanders klemmen. Das ist, als würde man Bauchfett bekämpfen indem man mehr isst. Eigentlich müssten sich die Kommunen zusammentuen und gemeinsam gegen jeden weiteren Ausbau kämpfen. In Chemnitz gilt jetzt teilweise Tempo 50 statt 70. Dies macht die Strecke unattraktiver und hilft der gesamten Route. Es ist egal, ob davor und dahinter eine Autobahn ist, solange die B174 eng bleibt, bremst sie das Verkehrswachstum.

  • 8
    0
    MosererSepp
    01.04.2021

    Das ist nun einmal so.
    Wer Straßen baut, sät

  • 8
    3
    XRayNights
    01.04.2021

    @fnor: Die Strecke unattraktiv zu machen nützt nichts mehr - die Bürgervariante muss so schnell wie möglich kommen. Das der Verkehr kommt ist sicher und dazu muss man nur auf die tschechische Seite schauen.

    Dort sehen sie das die D7 (Chomutov - Prag) immer weiter ausgebaut wird zur Autobahn. Dieses Jahr werden 3,5 km bei Panenský Týnec und nächstes Jahr 6,1 km bei Louny als 4-spurige Schnellstrasse freigegeben. 2023 folgen weitere 4,4 km bei Chlum?any. Dann fehlen nur noch 16,7 km rund um Slany (Fertigstellung 2025) und 4,8 km bei Postoloprty (Fertigstellung 2027). Dann fehlen nur noch die 10 km von Krimov bis zur Grenze. siehe: http://www.rsd.cz/


    Spätestens dann überrollt die B174 eine noch größere LKW - Lawine. Verhindern lässt sich das ganze auch kaum, da der Ausbau als europäisches Verkehrsprojekt zur Verbindung der Wirtschaftsräume au tschechischer Seite gefördert wird.

    Spätestens dann benötigt auch Chemnitz die Ostanbindung des Südrings an die A4 bei Oberlichtenau.

  • 10
    1
    fnor
    01.04.2021

    Wenn die B174 eine eigene Trasse bekommt, gibt es keinen Grund mehr für Tempo 50 oder weniger. Das LaSuV erklärt bei solchen Anfragen dann regelmäßig, dass eine Reduktion der Geschwindigkeit rechtlich nicht möglich ist. Theoretisch würde auf der Strecke Tempo 100 gelten (siehe B173 Flöha), die 70 ist schon ein Glücksfall. Darf statt 30 mit 50 km/h gefahren werden, so wird es 5 dB lauter. Von 50 auf 70 km/h nochmal 4 dB. Von 70 auf 100 km/h zusätzlich 5 dB lauter. Klingt nicht viel. Jedoch wird eine Erhöhung um 3 dB als doppelt so laut empfunden. LKW sind immer 10-fach so laut wie PKW. Darf man also nachts statt 30 dann 70 fahren, sind es 9 dB Unterschied. Damit ist es 8 mal so laut. Die Lärmschutzwand kann helfen, zerschneidet den Ort aber entgültig. Mit der neuen Straße wird wieder ein Schritt Richtung Autobahn getan. Dadurch wird es nicht leiser. Eigentlich hilft nur, die gesamte Strecke unattraktiv zu machen, vorallem für LKW. Mit dem Umbau wird mehr Verkeher kommen.