Glosse: Neues vom Büttenredner

In den Faschingshochburgen der Region wird eifrig an den Büttenreden gefeilt. Auch die Amtsberger und die Dittmannsdorfer (Olbernhau) sind längst kreativ. Das beherrschende Thema: Der drohende Bau von Windrädern und das von der SPD angeregte Windbürgergeld. Liebe Amtsberger und Dittmannsdorfer, falls in Anbetracht des ganzen Trubels eine Schreibblockade drohen sollte: An dieser Stelle ein paar Anregungen der "Erzgebirgischen Reimkommision", die auch im Bundesbüttenrat vertreten ist. Die Zeilen dürfen selbstverständlich frei verwendet werden.

Der Öko-Strom, der hat es schwer und die Windkraft noch viel mehr. Denn die Anlagen sind recht laut und werden gern am Ort gebaut.

Was kein Geheimnis ist und längst jeder weiß: Mit Speck fängt man Mäuse (natürlich schön kross und noch heiß).

So grübelte die SPD jüngst hin und her: Mensch, na klar, ein Windbürgergeld. Das überzeugt jeden und zwar sehr.

Mit viel Knete und Moneten werden alle Anwohner nun gebeten, die Windräder schnell zu akzeptieren, vor den eigenen Wänden, natürlich allen vieren.

Doch zum Windbürgergeld der SPD sagen die Erzgebirger: "Nee, nee, nee!" Sie fragen sich: "Was soll das denn? Machen die Sozen jetzt auf Uncle Sam?"

Mögen auch noch so viele Scheine zu ihnen fliegen, die Menschen im Erzgebirge lassen sich nie verbiegen. Ruhe und Glück, das ist es, was zählt und nicht etwa Berge von Windbürgergeld.

Doch vorbei ist die Angelegenheit noch lange nicht, denn so mancher gewiefte Wicht erfindet bereits eine Windbürgerprämie und offeriert sie sogleich mit etwas Häme.

So kommt die Offerte in neuem Gewand und raubt so manchem den Verstand. Da hilft nur noch ein Beruhigungs-Tee und das alles nur - wegen der SPD.


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