Helga Kaden fesselt ihre Zuhörer beim Stadtgespräch

81-jährige Romanautorin lässt einen Satzunger im Türkenkrieg auftauchen

Olbernhau.

Etwa eine Stunde lang haben die 31 Besucher des 65. Olbernhauer Stadtgespräches gebannt an Helga Kadens Lippen gehangen. Im Rahmen der Veranstaltung präsentierte sie ihren Roman "Die Beutetürkin: Harem - Halbmond - Erzgebirge". Sie trug mehrere Stellen vor und untermalte das Geschehen mit eingespielten Musikeinlagen. Georg Herklotz zeigte sich nach dem Vortrag fasziniert. "Ich schreibe auch, aber du kannst das so viel besser", sagte der fast 90-Jährige. 18 Bücher hat Helga Kaden mittlerweile geschrieben. Zwei Dinge haben alle ihre Werke gemeinsam. Sie schreibt über historische Ereignisse, an denen auch Erzgebirger beteiligt sind.

Vor der Rente war die Seiffenerin Geschichtslehrerin. Ihrer Erfahrung nach erreicht sie die Herzen ihrer Zuhörer, wenn sie menschliche Schicksale das Geschehen durchleben lässt. In der "Beutetürkin" geht es um Arwa, eine Kirgisin, die es während der Türkenkriege nach Sachsen verschlägt. Ein junger Mann namens Andreas aus Satzung rettet sie in einer Schlacht vor dem Tod. Dass sich die Türkin tatsächlich in Dresden und Sachsen aufhielt, hat Helga Kaden zuvor genau recherchiert. Den Satzunger hat sie allerdings erfunden. Derzeit schreibt die 81-Jährige nicht, denkt aber über neue Werke nach.

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