Initiative zeichnet ehrenamtliche Projekte aus

Der Verein zur Entwicklung der Erzgebirgsregion Flöha- und Zschopautal hat zum dritten Mal einen Ideenwettbewerb ausgelobt. Nun wurden die Preise vergeben.

Lengefeld.

Zum dritten Mal hat der Verein zur Entwicklung der Erzgebirgsregion Flöha- und Zschopautal in diesem Jahr einen Ideenwettbewerb ausgelobt. Unter dem Motto "Unser Verein für ein naturnahes Umfeld" konnten Projekte eingereicht werden, mit denen zur naturnahen Gestaltung des jeweiligen Ortes beigetragen und zugleich die Qualität der Gemeinschaft im ländlichen Raum erhöht wird.

Im Rahmen einer Auszeichnungsveranstaltung wurden Vertretern der Vereine am Montagabend in Lengefeld die Preise überreicht. "Es wurden 20 Projekte eingereicht, die 2019 bereits verwirklicht worden sind oder in diesem Jahr noch umgesetzt werden. Diese wurden von einer Jury bewertet und mit Prämien zwischen 500 und 900 Euro bedacht. Insgesamt betrug das Preisgeld 13.300 Euro", sagt Regionalmanagerin Andrea Pötzscher. Sie nennt als weitere Ziele des Wettbewerbs die Stärkung der Selbstverantwortung und des Umweltbewusstseins von Bürgern und Vereinen, die Vernetzung von Vereinen und Einwohnern im Ort, die Aufwertung des ländlichen Raumes durch Gestaltung eines naturnahen und nachhaltigen Umfeldes und die Werbung für den Verein und seine Arbeit. Folgende Vereine der Region haben Preise gewonnen:


Kulturverein Wünschendorf: Der 2014 gegründete Klub vereint Mitglieder aller Wünschendorfer Vereine. Zur langfristigen Ortsbildverschönerung sollen im Rahmen des Projektes unter anderem Erholungsbänke in und um Wünschendorf gebaut werden. Senioren werden die Bänke bauen. Zudem soll der Ort von Jugendlichen von Müll beräumt werden, um das Umweltbewusstsein zu stärken.

Kleingartenverein Fabianhalde: Der 1953 gegründete Verein aus Marienberg zählt 97 Mitglieder. Als generationsübergreifendes Projekt wollen die Kleingärtner ungepflegte und kaum genutzte Pflanzsteinwände auf dem Vereinsgelände umgestalten. Es sollen ein lebendiges Herbarium entstehen, regionale Pflanzen und Kräuter gepflanzt werden, die zudem auch beschriftet sind. Das Ganze soll an Wanderwege angebunden werden, damit es öffentlich wahrgenommen werden kann.

Kleingartenverein Reifland: Die 37 Mitglieder des 1997 gegründeten Vereins wollen den Fortbestand des Kleingartenwesens sichern, da das Interesse an Kleingärten in der Bevölkerung abnimmt. Deshalb wurde ein Generationengarten angelegt, den jüngere und ältere Menschen gemeinsam bewirtschaften und dabei Erfahrungen und Wissen austauschen. Dem Nachwuchs soll vermittelt werden, woher Obst und Gemüse kommen.

CVJM Lichtblick: Der Christliche Verein Junger Menschen aus dem Marienberger Ortsteil Niederlauterstein wurde 1918 gegründet und zählt derzeit 27 Mitglieder. Diese wollen gern alle Einwohner von Niederlauterstein in das Anlegen und die Gestaltung eines Blumengartens am künftigen Dorfgemeinschaftshaus in der Ortsmitte einbeziehen. Dadurch soll das Ortsbild aufgewertet werden.

Rotation Borstendorf: Der Verein zählt derzeit 290 Mitglieder; 40 davon in der Abteilung Gymnastik. Der bei sportlichen Aktivitäten im Freien festgestellte Müll und Hundekot missfiel den Aktiven. Es wurde bereits eine Sternwanderung zur Müllberäumung organisiert. Eine Sensibilisierung der Waldnutzer soll eine Steigerung der Attraktivität der Waldwege bewirken. Ein Hundekotbeutelspender soll noch installiert werden.

SV Einheit Börnichen: Um Kinder und Jugendliche vom Handy weg zu bringen, soll Tieren in freier Natur beim Überwintern geholfen werden. Dazu sammeln Kinder Bruchholz, bauen Futterhäuschen, sorgen im Winter für Futter. Auch ein Bauer soll bei der Heuernte unterstützt werden. Die Dorfbewohner können sich durch Futterspenden in das Projekt einbringen.

Kultur & Natur Erzgebirge: Um Kinder vom Handy wegzulocken und den Wald "Heidberg" in Gornau zu schützen, wollen sich die aktuell elf Zschopauer Vereinsmitglieder mit anderen Initiativen vernetzen. Ziel soll es sein, Wald und Waldwege von Müll zu beräumen und damit vor allem Kinder und Jugendliche für Mülltrennung und -vermeidung zu sensibilisieren. Aus gefundenem, natürlichem Material soll ein Insektenhotel entstehen.

Hopfgarten 2017: Um die Attraktivität des Orts zu erhöhen und zugleich das Umweltbewusstsein besonders von Kindern und Jugendlichen zu steigern, sollen Obstbäume am Spielplatz gepflanzt, Nistkästen, Insektenhotels sowie Infotafeln installiert werden. Veranstaltungen sollen das Projekt weiterführen und zur Vernetzung mit der Grundschule und anderen Vereinen beitragen.

Außerdem ausgezeichnet wurden: Wildensteiner Sportverein, Grünhainichener Heimatverein, Pferd(er)leben - natürlich aktiv Waldkirchen, SV Großolbersdorf und Förderverein Kita "Borstel".

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