Junge Brandbekämpfer messen Kräfte und Wissen

Der Feuerwehrnachwuchs am Schwartenberg hat sich in Heidersdorf zu einem Wettkampf getroffen. Anlass war das Jubiläum zum 140-jährigen Bestehen der Gastgeberwehr.

Heidersdorf.

Die Jugendfeuerwehren Seiffen und Deutschneudorf haben den diesjährigen Jugendfeuerwehrwettbewerb der Schwartenberggemeinden gewonnen. Deutschneudorf holte den Titel in der Altersklasse der Acht- bis Zwölfjährigen. Seiffen lag in der Altersklasse der 13- bis 18-Jährigen vorn. Der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Heidersdorf Jens Müller war mit dem Einsatz zufrieden. Etwa 70 Kinder aus Heidersdorf, Seiffen, Neuhausen, Deutschneudorf und Deutscheinsiedel haben sich in 15 Teams an den neun Stationen gemessen. "Alle haben sich große Mühe gegeben und gezeigt, dass sie ihren Dienst sehr ernst nehmen", sagte Müller.

Der Wettkampf der Jugendwehren rund um den Schwartenberg hatte im vergangenen Jahr Premiere. Da diese gut angenommen wurde, gab es nun eine weitere Auflage, wobei die Heidersdorfer Feuerwehrleute das 140-jährige Bestehen ihrer Wehr zum Anlass nahmen, als Ausrichter zu fungieren.

Der Wettbewerb forderte dem Nachwuchs einige Fähigkeiten und Kenntnisse ab, die später für den aktiven Dienst wichtig sind: Schläuche ausrollen, kuppeln und so einen Löschangriff vorbereiten. Außerdem galt es, Knoten zu binden, Fangleinen ins Ziel zu werfen und Wissen unter Beweis zu stellen - etwa zur Ersthilfe. "Das Ganze trägt dazu bei, die ohnehin enge Zusammenarbeit der Feuerwehren am Schwartenberg zu festigen", betonte Wehrleiter Müller. In den Pausen beschäftigten sich die Kinder und Jugendlichen mit Feuerwehrtechnik. Dazu standen unter anderem das Deutschneudorfer Feuerwehrfahrzeug und die Olbernhauer Drehleiter bereit.

Samstagabend folgte eine Festveranstaltung, zu der die Heidersdorfer befreundete Wehren eingeladen hatten. Müller sprach dabei über die Geschichte der Wehr, außerdem wurden verdienstvolle Heidersdorfer Feuerwehrleute ausgezeichnet. Derzeit zählen 26 aktive Einsatzkräfte zur Truppe. Vier Mitglieder zählt die Alters- und Ehrenabteilung, 15 die Jugendfeuerwehr. Probleme mit der Einsatzbereitschaft der Truppe sieht Müller nicht, da die aktive Wehr mit etwa 30 Jahren ein vergleichsweise junges Durchschnittsalter hat. Das liege daran, dass die meisten ehemaligen Jugendfeuerwehrleute auch in den aktiven Dienst übergingen.

Da in den kommenden Jahren einige aktive Kräfte ausscheiden werden, sei jedoch Nachwuchs gefragt. Ausgestattet seien die Heidersdorfer sehr gut, wie ihr Leiter bestätigt. Allerdings gebe es im Gerätehaus sehr beengte Verhältnisse. In den nächsten Jahren soll das jedoch in Angriff genommen und verbessert werden. Gespräche mit der Kommune dazu liefen bereits.

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