Kreidezähne: Kreis geht auf die Suche nach der Ursache

Fragebogen-Aktion soll möglichst schnell Licht ins Dunkel bringen

Marienberg/Zschopau.

Die Fallzahlen nehmen im Erzgebirge stetig zu, zu den Ursachen des Phänomens Kreidezähne ist indes kaum etwas bekannt. Geht es nach dem Kreis, soll sich das zügig ändern. Die Region will sich bei einer Fragebogen-Aktion des Freistaates einbringen.

Bei Kreidezähnen handelt es sich um Zähne, die weiße bis braune Stellen haben, schmerzempfindlich sind und mitunter abbrechen. Vor allem Kinder sind betroffen. Traten im Schuljahr 2015/16 im Erzgebirge 166 Fälle auf, wurden 2016/17 vom Landkreis 576 und 2017/18 schon 925 Erkrankungen erfasst. Offenbar nehmen die Probleme in der Schwangerschaft ihren Anfang, wenn die Zähne angelegt werden. So könnte ein Mangel an bestimmten Nährstoffen ursächlich sein. Gewisse Antibiotika stehen ebenfalls im Verdacht. Unter anderem könnten darüber hinaus Weichmacher, wie sie in zahlreichen Plastikprodukten vorkommen, der Auslöser sein.

Stefan Pechfelder, Sprecher des Erzgebirgskreises, erklärte nun auf Nachfrage, dass die betroffenen Familien dazu beitragen können, das Rätsel zu lösen. Damit dies gelingt, sollen in Schulen Fragebögen ausgegeben werden. Darin werden unter anderem Lebensgewohnheiten erfasst. So soll gefragt werden, inwiefern regelmäßig aus Plastikflaschen getrunken wird. Koordiniert werde die Aktion vom Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz. Momentan werde noch an einem Erfassungssystem gearbeitet. (geom)

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