Minis schmecken maximal süß

Gartenmeisterschaft: Familie Lorenz kann die Kiwis in ihrem Garten dieses Jahr eimerweise ernten. Dabei sah es zunächst nicht danach aus.

Lippersdorf.

Die lang anhaltende Trockenheit ist im Garten von Familie Lorenz in Lippersdorf nicht so sehr zu spüren gewesen wie anderswo. Das Grundstück befindet sich an einem Bachlauf. Der versorgt den Garten mit einer gewissen Grundfeuchtigkeit. Die heißen Temperaturen förderten hingegen das Wachstum von Pflanzen und Früchten.

Eine echte Rarität findet sich in den Mini-Kiwi-Sträuchern wieder, mit denen sich die Familie bei der Gartenmeisterschaft der "Freien Presse" und der Raiffeisen Handelsgenossenschaft Erzgebirge (RHG) bewirbt. Seit sieben Jahren wachsen ein weiblicher und ein männlicher Strauch an einer Hauswand. Sebastian Lorenz hatte beide in einer Gärtnerei gekauft. Die ersten Jahre trug er gar nicht. Vor drei Jahren lieferte er erstmals ein Körbchen der etwa stachelbeergroßen Früchte. Dieses Jahr kann die Familie die Früchte eimerweise ernten.

Die Mini-Kiwis schmecken aromatisch, wobei der Geschmack mit dem normaler Kiwis zu vergleichen ist, wenn diese überreif sind. Die dreijährige Leeni mag diese Süße besonders. Aufgeschnitten unterscheidet sich das Innere der Kiwis nur in Bezug auf die Größe von ihren Verwandten.

Im Winter schneidet Sebastian Lorenz die Triebe zurück. Sonst wuchern sie drei bis vier Meter lang. Dieses enorme Wachstum nutzt der 35-Jährige ganz gezielt, um dem daneben befindlichen Teich ein bisschen Schatten zu spenden.

Der Garten bietet neben den Mini-Kiwis auch Pfirsiche. Dabei stehen die beiden Bäumchen erst seit dem vergangenen Herbst nahe dem Bachlauf. Sogar eine antiallergene Apfelsorte trägt mehrere der blutroten Früchte. Aronias, riesige Mengen Brombeeren, Wein, Melonenbirnen, Kartoffeln, Heidelbeeren, Johannisbeeren in verschiedenen Varianten und vieles andere mehr. Selbst Zitronen und Feigen können die Lippersdorfer in diesem Jahr ernten. Nur mit den Tomaten haben die zwei dieses Jahr wenig Glück. Damit hatten sie es noch im vergangenen Jahr unter die Preisträger der Gartenmeisterschaft geschafft.

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