Pobershauer erntet in seiner Nussbaumallee

Gartenmeisterschaft: Harry Kellmann bekam die Gewächse einst geschenkt. Dazu manchen guten Rat von seinem Onkel.

Pobershau.

Die Pflege von Walnussbäumen gestaltet sich nicht eben einfach. Das weiß Harry Kellmann aus Erfahrung, stehen doch bei ihm allein 16 Exemplare an seiner Grundstückszufahrt. Ein großer Teil davon hängt dieses Jahr voller Nüsse, und der Pobershauer bewirbt sich mit den Bäumen bei der Gartenmeisterschaft der "Freien Presse" und der Raiffeisen Handelsgenossenschaft Erzgebirge (RHG).

Bis Harry Kellmann eine derart reiche Ernte einfahren konnte, war es ein weiter Weg. Und ohne seinen Onkel in Berlin wäre es wahrscheinlich gar nicht dazu gekommen. Er hat die Setzlinge seinem Neffen nicht nur geschenkt, sondern ihn auch intensiv beraten.

Drei Jahre waren die Pflanzen alt, als sie 2008 im Garten Einzug hielten. "Damals waren die Ruten nur etwa 80 Zentimeter hoch", erinnert sich der Pobershauer. Dass sich daraus überhaupt etwas entwickeln könnte, wollte er gar nicht glauben. Als sich Absenker bildeten, schnitt er sie ab. "Sonst entwickeln sich Sträucher, keine Bäume", wusste er von seinem Onkel. Den Verschnitt nahm er fortan jedes Jahr vor. Die Schnittstellen desinfizierte er mit Baumwachs. In den ersten Jahren benötigten die Walnussbäume zudem viel Wasser.

Sobald die Bäume Blätter getragen hatten, setzte der Pobershauer sie um. Auch das hat ihm sein Onkel geraten. "Warum das notwendig ist, weiß ich nicht. Aber es ist so. Da reicht etwa ein Meter völlig aus", sagt der 60-Jährige. Im vergangenen Jahr erntete er die ersten 25 Nüsse. Allerdings mussten sich die Kellmanns die Früchte mit einem Grünspecht teilen. "Er hatte das Grundstück schon lange vor der Ernte ausgespäht. Als sie reif waren, hat er sie aufgehackt und gefressen. Danach sahen sie aus wie ausgelöffelt", erzählte Harry Kellmann. Zornig war er deswegen nicht. Im Gegenteil, er freute sich über die Anwesenheit des seltenen Vogels. Dieses Jahr können sich die Kellmanns auf noch viel mehr Nüsse freuen. Um Früchte zu tragen, dürfen die Walnussbäume während des Entstehens des Blätter- und des Blütenansatzes keinen Frost abbekommen. Früher ist das ein Problem gewesen. Als die Blätter und Blüten dem Boden noch recht nahe waren, traf sie der Bodenfrost eher als heute.

Die Bäume tragen im Übrigen nicht nur Nüsse. "Bis auf sie ist alles am Baum giftig", weiß Harry Kellmann aus Recherchen. Daher hat er keine Probleme mit Schädlingen. Selbst von Mücken bleiben die Kellmanns in ihrem Garten weitgehend verschont. Kompostieren darf er die heruntergefallenen Blätter nicht. "Das würde sowohl Mikroorganismen oder Regenwürmern enorm schaden", so der Nuss-Fan.

Der Garten der Familie bietet einen bunten Mix aus Nutzpflanzen mit jeder Menge Früchten und einheimischen Blumen. Er bedeutet für die Familie der Ausgleich zum arbeitsreichen Alltag im Meisterbetrieb des Musikinstrumentenbaus, den der Pobershauer führt.

Für die Blüte im Garten ist Birgit Kellmann zuständig, für die Ernte der Familienvater selbst. In einem Hochbeet wachsen unter anderem Rote Rüben, Mangold, Radieschen, Rucola und Pastinaken. Auch die zahlreichen Beerensträucher liefern reichlich Früchte. Das gilt eben- so für den uralten Apfelbaum. Den hat Harry Kellmann mit fünf weiteren Sorten erfolgreich veredelt.


Einfach anrufen!

Anmeldungen nimmt die "Freie Presse" in Marienberg, Töpferstraße 17 (Telefonnummer 03735 916513345 und per E-Mail unter der Adresse red.marienberg@freiepresse.de) sowie in Zschopau, Ludwig-Würkert-Straße 2 (Telefonnummer 03725 348413644 und per E-Mail unter red.zschopau@freiepresse.de) entgegen. Anmeldeschluss ist am 13. September dieses Jahres (Es gilt das Datum des Poststempels).

Die Teilnehmer der Gartenmeisterschaft erklären sich mit ihrer Anmeldung einverstanden, dass ihre Zusendungen kostenfrei veröffentlicht werden. Das gilt auch für Online-Publikationen. Bilder müssen Namen und Anschrift des Fotografen tragen und frei von Rechten Dritter sein.

Bei einer Prämierung dürfen Daten und Bilder an den Sponsor RHG Erzgebirge weitergegeben werden. Die Teilnehmerdaten werden mit Name, Anschrift, Datum und Gewinnspielbezeichnung ausschließlich zum Zweck der Ziehung der Gewinner dieses Gewinnspiels erhoben und gespeichert.

Nach der Ziehung und Benachrichtigung der Gewinner werden sämtliche Teilnehmerdaten gelöscht. Ausgenommen sind die Daten der Leser, deren Fotos veröffentlicht wurden. Diese müssen für die Dauer der handels- und steuerrechtlichen Aufbewahrungsfristen gespeichert bleiben. Eine Weitergabe an Dritte zu anderen Zwecken ist ausgeschlossen.

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