Praktikantin widmet sich Revitalisierung von Mooren

Eine Studentin aus Göttingen unterstützt das Team des Naturparks Erzgebirge/Vogtland. Einer ihrer Vorgänger hat unterdessen Wurzeln in der Region geschlagen.

Kühnhaide.

Für Karen Paschke dreht sich in den kommenden Monaten sehr viel um die Revitalisierung des Moors in der Kühnhaider Bauernhaide. Die Studentin aus Göttingen - ihr Fachgebiet sind Forstwissenschaften und Waldökologie - ist Praktikantin beim Naturpark Erzgebirge/Vogtland.

Die 22-Jährige übernimmt verschiedene Aufgaben für das grenzübergreifende Moorprojekt "Moore vital", an der Wanderwegekonzeption in Neuhausen und dem Fließgewässerkonzept für Clausnitz. Drei Monate Zeit bleiben ihr dafür.

Eine ihrer Hauptaufgaben wird das Kartieren von Gräben im Moor in der Bauernhaide sein. "Da gibt es Differenzen zwischen früheren Kartierungen und einem hydrologischen Gutachten", weiß die junge Frau. Einige Gräben seien heute kaum noch als solche zu erkennen. Karen Paschke hat dafür den richtigen Blick. Nur auf Grundlage ihrer Untersuchungen kann das nachfolgende Maßnahmenkonzept zur Revitalisierung des Moors in der Bauernhaide erstellt werden.

Die 22-Jährige war bei der Suche nach einem für sie geeigneten Praktikum auf die Ausschreibung in Sachsen gestoßen. Sie fand das Angebot interessant und hatte sich deshalb darum beworben. "Ich werde sehr viel lernen, viel Zeit draußen verbringen und darauf freue ich mich schon sehr", sagt sie. Moore kennt sie bislang aus praktischer Sicht noch nicht. Genau darum fand sie das Thema des Naturparks so interessant.

"Für uns ist die Arbeit der Praktikanten sehr wichtig", versichert Sigrid Ullmann, Geschäftsführerin des Naturparks. "Wir hatten seit sechs Jahren immer zwei und einmal sogar drei Praktikanten pro Jahr. Ohne sie wäre sehr viel auf der Strecke geblieben", ist sie sich sicher. Demnach haben die jungen Leute unter anderem sehr viele Monitoringaufgaben übernommen. "Viele Wanderwegekonzepte wären ohne sie nicht möglich gewesen", konstatiert Sigrid Ullmann. Außerdem haben sich die Praktikanten um die Bildung in Sachen Umwelt für Kinder und Jugendliche bemüht. "Wir könnten das mit unserem Personal allein nicht leisten", betont sie. Dabei hätten die jungen Leute stets ihr eigenes Vorwissen mit in den Arbeitsalltag eingebracht. Mit Kevin Meyer hat einer der beiden Praktikanten vom Vorjahr sogar schon Wurzeln in der Region geschlagen. Er arbeitet mittlerweile als Angestellter der Unteren Naturschutzbehörde des Erzgebirgskreises.

Finanziert wird das Umweltpraktikum von der Commerzbank. "Wir unterstützen die jungen Leute mit einem Praktikumsentgelt und einer Unterkunft", erklärt Sebastian Hofmann. Er leitet die Commerzbank-filiale Annaberg, Marienberg, Zschopau. Das Umweltpraktikum unterstützt das Geldinstitut bereits seit 1990. Der Naturpark zählt seit 2013 zu den Partnern.

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