Rost-Bagger ist verschwunden

Das Gerät stand lange Zeit unmittelbar am Start eines Wanderweges am Olbernhauer Ortsrand. Die Stadt machte Druck, nun zeigte dieser Erfolg.

Olbernhau.

Die Baggerschaufel verrostet, die Fenster der Fahrerkabine zerstört, die Technik kaputt: Mehrere Jahre lang hat der Bagger an einem Waldrand am Olbernhauer Ortsrand gestanden. Lange passierte nichts. Nun hat der Eigentümer endlich gehandelt. Seit einigen Tagen ist der Bagger verschwunden.

Damit ist auch ein Ärgernis Geschichte, das sowohl viele Olbernhauer als auch Touristen beschäftigte. Unmittelbar an der einstigen Abstellfläche am Abzweig Zollstraße/Hirschberg beginnt ein Wanderweg. Wer ihn nutzen wollte, musste an dem Bagger vorbei. Der Olbernhauer Verwaltung war das verrostete Gerät schon länger ein Ärgernis. Schließlich habe die Gefahr bestanden, dass Betriebsmittel wie Öl auslaufen, sagte gestern Bürgermeister Heinz-Peter Haustein (FDP). Jedoch waren der Stadt die Hände gebunden. Denn es handelte sich um ein Privatgrundstück. "Wir haben den Eigentümer mehrfach angeschrieben", erklärte Haustein. Zuletzt sei sogar mit einer Ersatzvornahme gedroht worden. In diesem Fall hätte die Stadt den Bagger entfernen lassen und die Kosten dem Eigentümer in Rechnung gestellt. Dazu kam es am Ende nicht, denn der Eigentümer wurde selbst aktiv.

Doch was hat es mit dem Bagger auf sich? Bereits vor drei Jahren löste er in der Stadt einigen Ärger aus, als er monatelang auf der Fläche unweit des Gasthofes "Lantzsch" herumstand. Was keiner ahnte: Das Thema würde die Stadt noch Jahre beschäftigen. Schon damals wollte sich der Eigentümer nicht in der Öffentlichkeit äußern. Zuvor hatte sich gezeigt, dass der Bagger von Schatzsuchern genutzt wurde. So wollte Christian Franke aus Norddeutschland ein Stollensystem finden. Der erhoffte Erfolg blieb aus. Bekannt ist Franke in Deutschkatharinenberg, wo er einst auf der Suche nach Nazigold am alten Bahnhof ein großes Loch baggern und später wieder zuschütten ließ. (mit pc)

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