Saigerhütte: Gelände wächst

Die Stadt kauft eine große angrenzende Fläche und erweitert damit das Kulturdenkmal. Doch nicht jedem gefällt der Preis, der dafür gezahlt werden soll.

Olbernhau.

Die Saigerhütte ist Bestandteil des Unesco-Welterbeantrags der Montanregion Erzgebirge. Falls diesem im kommenden Jahr stattgegeben wird und vielleicht noch viel mehr Touristen kommen, ist Olbernhau gerüstet. Denn das Saigerhüttengelände soll größer werden. Am Donnerstag haben die Stadträte beschlossen, zwei angrenzende Flächen von einem Privateigentümer zu kaufen. Die insgesamt rund 9000 Quadratmeter kosten die Stadt 190.000 Euro. Laut Bürgermeister Heinz-Peter Haustein (FDP) könnte das Gelände etwa für Parkflächen genutzt werden. Momentan stehen dort noch mehrere Gebäude einer Gärtnerei. Diese sollen demnach auf Kosten der Stadt abgerissen werden.

Während Haustein vor dem Beschluss für die Erweiterungspläne geworben hatte, war nicht jeder mit dem Kaufpreis einverstanden. Hartmut Tanneberger (SPD) sagte, er habe Bauchschmerzen bei einem Quadratmeterpreis von 21 Euro. Außerdem sei die Ausgabe nicht im Haushalt deklariert gewesen. Er wollte wissen, ob nicht zumindest eine Einigung mit dem jetzigen Eigentümer erzielt werden kann: Tanneberger schlug vor, die Abrisskosten vom Kaufpreis abzuziehen. Immerhin sei in vergleichbaren Fällen in der Vergangenheit wesentlich weniger Geld für Flächen bezahlt worden, mitunter sogar nur Symbolpreise.

Heinz-Peter Haustein verwies in seiner Antwort darauf, dass der Besitzer nicht bereit sei, noch weiter zu verhandeln. Der vorgeschlagene Kaufpreis sei final. Und: Die Stadt brauche das Gelände, erklärte er. Die Entscheidung fiel schließlich mehrheitlich.

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