Schloss Wolkenstein wird zweigeteilt

Das Nutzungskonzept sieht Änderungen vor. Auch neue Angebote sollen in Zukunft die Gästezahlen steigen lassen.

Wolkenstein.

Um die 10.000 Gäste im Jahr hat das Museum im Schloss Wolkenstein in Zeiten vor der Corona-Pandemie angelockt. Zwar sei das eine gute Zahl, das Potenzial liege aber höher, so Berthold Haß, beauftragter Landschaftsarchitekt aus Radeberg. Doch wie lässt es sich ausschöpfen? Mit einem schlüssigen Nutzungskonzept und abgestimmten Angeboten, gab Haß am Montag zur Stadtratssitzung eine Antwort.

Zahlreiche Informationen wurden zusammengetragen. Das Ergebnis: Laut dem vorliegenden Konzept soll das Schloss in Hinblick auf seine Nutzung zweigeteilt sein. Der Südflügel ist dem Museum vorbehalten und dient kommunalen Aufgaben. Der Nordflügel ist für kommerzielle Zwecke vorgesehen. Damit wird an das Bestehende angeknüpft.

Damit beide Schlossteile an Attraktivität gewinnen, sieht das Konzept neue Angebote vor. So soll die Ausstellung zur Historie der Stadt und des Schlosses aufgewertet werden. Davon profitiert auch die Schau "Land der Amethyste". Der Stadt liege ein Angebot eines Sammlers vor, erklärte Bürgermeister Wolfram Liebing (parteilos). Die Exponate sollen die vorhandenen ergänzen. Dennoch bleibt im Südflügel manches Problem ungelöst. So wird für das Museum ein zeitgemäßes Depot benötigt. Da es in dem Gebäudeteil an Platz fehlt, wird in Verbindung mit dem Stadtarchiv ein rückwärtiger Anbau ans Rathaus erwogen.

Im Nordflügel sind die Platzverhältnisse entspannter. Dort ist das Erlebnisgasthaus "Zum Grenadier" untergebracht. Es könnte mit einem zusätzlichen Gastraum erweitert sowie mit Lagermöglichkeiten versehen werden, schlug Haß vor. Auch Pensionszimmer bieten sich seinen Worten zufolge an. Hinzu kommen Säle unter anderem für Hochzeiten. Die aktuell im Südflügel genutzten Festsäle verursachen für die Stadt hohe Kosten, da bei Feiern Personal abgestellt werden muss.

Zudem sind ein Tastmodell des Schlosses, Infotafeln sowie Sommergastronomie vorgesehen. Ergänzt wird all dies durch die Vorführungen der Falknerei. Ob das Konzept in Gänze realisiert werden kann, zeigt sich erst noch. Schon jetzt steht fest: Es soll die Grundlage für Fördermittelanträge bilden, sodass weitere Investitionen möglich werden.

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