Schüler lauschen Zeitzeugen

Zehntklässler aus Marienberg sind mit Geschehnissen aus der DDR konfrontiert worden. Die Ergebnisse fließen nicht nur in den Unterricht ein.

Marienberg.

Zehntklässler des Marienberger Gymnasiums und der Trebra-Oberschule haben am Donnerstag einen besonderen Projekttag erlebt. Anlässlich des 30. Jahrestages der friedlichen Revolution wurde die Zeit der politischen Wende von 1989 aufgearbeitet. Dazu waren unter anderem der Schriftsteller Utz Rachowski und Martin Böttger zu Gast in der Bergstadt und berichteten als Zeitzeugen.

Utz Rachowski, 1954 in Plauen geboren und wegen sogenannter staatsfeindlicher Hetze gegen die DDR zu 27 Monaten Gefängnis verurteilt, wurde 1980 aus der DDR ausgebürgert. Martin Böttger zog im August 1989 nach Zwickau, wo er das Neue Forum mit organisierte. Zuvor lebte er in Berlin und war dort in der Opposition aktiv. Von 2001 bis 2010 war er Leiter der Chemnitzer Außenstelle der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR.

Zunächst wurden die Schüler am Vormittag mit einem Filmbeitrag sowie einer Lesung von Utz Rachowski im Gymnasium in das Thema friedliche Revolution eingeführt. Ein Workshop am Nachmittag im Bergmagazin vertiefte verschiedene Themenschwerpunkte noch einmal. Dank konkreter Beispiele wurden die Schüler unmittelbar mit den damaligen Geschehnissen konfrontiert und vor dem Hintergrund dieser Ereignisse darin bestärkt, sich in der Gegenwart für eine freie Meinungsbildung, -äußerung und die Bewahrung demokratischer Grundwerte einzusetzen.

Die Ergebnisse des Projekttages mit Utz Rachowski und Martin Böttger fließen zum einen in den Geschichtsunterricht an Oberschule und Gymnasium ein. Zum anderen werden sie aber auch in der Dauerausstellung des Museums sächsisch-böhmisches Erzgebirge im Bergmagazin Verwendung finden, wo sie bestehende Ausstellungsinhalte erweitern und vervollständigen.

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