Seiffen hat Spielplatz an Rodelbahn mit finanziert

Gemeinde darf sich weiter "Familienfreundlicher Ort" nennen

Seiffen.

Ein hölzerner Lastkraftwagen, eine Spielburg mit verschiedenen Türmen, Nussknackerfiguren - der Spielplatz an der Sommerrodelbahn in Seiffen hat einiges zu bieten, das Kinderherzen höher schlagen lässt. In diesem Jahr ist die Anlage in weiten Teilen überarbeitet worden; einige Geräte sind hinzu gekommen. Ein Großteil der Kosten habe die Walter-K.-Werner-Stiftung, die den Spielplatz für die Öffentlichkeit gebaut hat, mit Spendengeld finanzieren können. "Ein Bruchteil der Summe war zuletzt allerdings noch offen", sagt Seiffens Bürgermeister Martin Wittig (CDU).

Das Spielzeugdorf ist deshalb selbst in die Bresche gesprungen und hat 2000 Euro aus der Gemeindekasse zugeschossen. Einen entsprechenden Beschluss fassten die Gemeinderäte während der jüngsten Sitzung einstimmig. Dabei profitiert auch die Kommune von der Anlage. Denn Seiffen darf sich "Familienfreundlicher Ort" nennen. Das Zertifikat stellt die Tourismus-Marketing-Gesellschaft Sachsen aus. Doch dazu müssen Gemeinden mehrere Auflagen erfüllen. Etwa über kinderwagentaugliche Wege verfügen, sowie mindestens einen familienfreundlichen Beherbergungsbetrieb im Ort aufweisen. Auch ein öffentlich zugänglicher Spielplatz mit Tüv-geprüften Geräten und einem ausgeschildertem Hundeverbot zählt zu den Auflagen.

In Seiffen gibt es keinen kommunalen Spielplatz, der mit der Anlage an der Sommerrodelbahn vergleichbar wäre. Somit ist diese auch wichtig, damit das Spielzeugdorf das Zertifikat behalten kann. Zwar gibt es seitens der Gemeinde Bestrebungen, einen eigenen Spielplatz einzurichten. Doch im Haushalt sei aktuell noch kein Geld dafür eingestellt, so Wittig. Denn es mangelt an einer wichtigen Voraussetzung: "Die Gemeinde besitzt aktuell keine geeignete Fläche." Und trotzdem sollen zunächst zumindest einige, kleinere Spielgeräte im Dorf installiert werden. Am Hang hinter der Sparkasse wurden ein Weg zurückgebaut und die Fläche begrünt. "Dort sollen die Geräte aufgestellt werden", so Bürgermeister Wittig.

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