Sommerkirche zieht viele Besucher an

Das alternative Programm zu regulären Gottesdiensten ist beliebt - und zielt nicht nur auf das übliche Publikum ab.

Hilmersdorf.

Nach Stationen im Kurpark Warmbad, den Kirchen Schönbrunn und Wolkenstein in den vergangenen Wochen ist das Sommerkirchenprogramm am Sonntag in Hilmersdorf zu Ende gegangen. Die Predigt im dortigen Gemeinschaftshaus hielt Dr. Daniel Wolf, Zahnarzt in Chemnitz, der über "Christsein bei der Arbeit" berichtete. Kein Pfarrer als Prediger - das ist ungewöhnlich, aber Absicht.

Die Sommerkirche ist ein Gemeinschaftsprojekt der Kirchgemeinden Schönbrunn und Wolkenstein und der Landeskirchlichen Gemeinschaft Hilmersdorf. Die Idee dahinter: Statt zwölf Gottesdienste über den Sommer verteilt zu halten, wird das Programm auf vier reduziert - die dafür aber umso intensiver wirken, wie Mitorganisator Norbert Braumüller erklärt. Der Effekt sei äußerst positiv: "Es gab immer eine volle Kirche; auch die Veranstaltung im Kurpark Warmbad hat viele Gäste angezogen." Und das, wo die Kirchenbänke in der Sommerzeit eigentlich eher dünn besetzt seien. "Das Interesse ist da", sagt Braumüller.

Das sahen auch Gäste zuletzt in Hilmersdorf so. "Die Sommerkirche ist eine sehr gute Idee", sagte André Grollich aus Gehringswalde. "Die Gottesdienste und das Beisammensein sind sehr belebend, weil man mit den Mitgliedern anderer Gemeinden sonst nicht zusammenkommt", so Grollich. Bei der Veranstaltung habe es ein gutes Miteinander gegeben, und die Gäste konnten sich näher kennenlernen, ergänzte eine Wolkensteinerin.

Womöglich hat die gute Resonanz auch mit den Inhalten zu tun - und mit den Vortragenden. So wurden für die Veranstaltungen auswärtige Prediger angefragt, die auch mal außergewöhnliche Themen behandelten, so wie Zahnarzt Daniel Wolf am Sonntag. "Und es ist mal nicht jemand, der Theologie studiert hat", sagt Norbert Braumüller über die Vielfalt.

Die Idee der Sommerkirche gehe auch auf den Ruf der Region als Urlaubsziel zurück. "Im Urlaub haben Leute die Gelegenheit, Dinge zu tun, die sie sonst nicht machen", erklärt Braumüller. "Zum Beispiel einen Gottesdienst besuchen." Das Programm war daher auch für auswärtige Gäste gedacht und sollte "nicht nur für den Kopf, sondern auch für das Herz sein", so der Mitorganisator. "Menschen leben Glauben", lautete daher passend das Motto in diesem Jahr. Der Erfolg der Veranstaltungsreihe soll weitergehen, eine Neuauflage ist sehr wahrscheinlich. Laut Braumüller ist das Programm 2019 schon in Vorbereitung. (mit dit)

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