Spedition bedankt sich bei 16-jährigem Helfer

Yannick Meyer hatte auf der B 174 Lkw-Fahrer mit Heißgetränken überrascht. Sie waren mit ihrem Fahrzeug im Schnee stecken geblieben. Nun darf er sich selbst über eine Überraschung freuen.

Gornau.

Mit Tee und Keksen hat Yannick Meyer Lastwagenfahrern eine Freude gemacht, die auf der zugeschneiten Bundesstraße 174 mit ihrem Fahrzeug bei Gornau liegen geblieben waren. "Freie Presse" berichtete darüber. Nun bedankt sich die Dresdner Spedition nochmals für den Einsatz.

Geschäftsführer Steven Hamburger hat den Schüler eingeladen. In wenigen Tagen will er mit ihm essen gehen und ihm Einblicke ins Unternehmen geben. Der 16-Jährige soll sogar als Beifahrer eine Runde in einem der insgesamt 24 Lastwagen mitfahren und einige der rund 50 Firmenmitarbeiter kennenlernen dürfen.

Yannick Meyer kann sich vorstellen, einmal selbst als Lastwagenfahrer zu arbeiten. Entsprechend groß ist bei ihm die Freude. Er habe nicht gedacht, dass er eingeladen werde. Für Steven Hamburger ist dies aber eine Selbstverständlichkeit. Er ist voll des Lobes. Dass sich ein 16-Jähriger auf den Weg mache, durch den Schnee laufe, eine vereiste Treppe hinabsteige, um den Lastwagenfahrern zu helfen, sei etwas ganz besonders. Steven Hamburger findet: Yannick Meyer ist ein Vorbild.

Zunächst hatte es der Geschäftsführer jedoch schwer, den Schüler ausfindig zu machen. "Freie Presse" erfuhr erst später von seiner Suchaktion. Steven Hamburger veröffentlichte im sozialen Netzwerk Facebook einen Eintrag. Dieser wurde mehr als 3400 Mal geteilt. Zudem erhielt der Beitrag rund 7300 "Gefällt mir"-Einträge und wurde mehrere Hundert Mal kommentiert. "So etwas habe ich noch nicht erlebt", sagt Hamburger. Er wandte sich auch an die Feuerwehr. So kam schließlich der Kontakt zu dem Gornauer zustande.

"Charakter, ein großes Herz und Verstand, und das in diesem Alter, Respekt", schreibt ein Facebook-Nutzer. Und ein anderer: "Bin selbst Lkw-Fahrer und finde es super, dass es noch solche Menschen gibt." Ein weiterer: "An dem Jungen können sich einige eine Scheibe abschneiden." So gibt es seitenweise Lob.

Hamburger hatte zunächst versucht, seinen Mitarbeitern auf kurzem Wege zu helfen. Nachdem der Lastwagen freigeschaufelt war, wurde probiert, ihn mit leichtem Gerät aus dem Straßengraben zu ziehen. Das misslang. Erst als am darauf folgenden Tag ein spezielles Abschleppfahrzeug zur Verfügung stand, konnte der Lastwagen aus seiner misslichen Lage befreit werden.

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