Sportfest führt Kinder rund um den Globus

Nach monatelanger Pause wollte Margitta Stöhr die junge Generation wieder zur Bewegung animieren. Dafür nutzte die Trainerin aus Dittersdorf Stationen, die an die Traditionen von Ländern erinnerten.

Dittersdorf.

Für die Kindersportgruppe der SG Dittersdorf wird die örtliche Turnhalle einmal pro Woche zum Paradies. Coronabedingt mussten die zwei bis neun Jahre alten Mädchen und Jungen zuletzt aber lange pausieren. Umso schöner war nun die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte, die Übungsleiterin Margitta Stöhr mit Unterstützung des Landessportbundes interessant gestaltet hatte. Aufgeteilt in kleine Gruppen bewältigten die Kinder acht Stationen - und erlebten dabei eine kleine Reise um die Welt.

"Das Sackhüpfen sollte australische Kängurus darstellen, und mit den Hula-Hoop-Reifen wurde getanzt wie auf Hawaii", nennt Margitta Stöhr Beispiele der abwechslungsreichen Runde, an deren Ende ein Eis als Belohnung wartete. "Statt einer wurden es deshalb meist mehrere Runden", sagt die Organisatorin. Auch diese "Bestechung" half, das Veranstaltungsziel zu erreichen: "Die Kinder zur Bewegung animieren und dabei gemeinsam Spaß haben", erklärt Margitta Stöhr.

Auch in anderer Hinsicht erwies sich die Veranstaltung als nützlich. So lernten die mit einem "Reisepass" ausgestatteten Kinder einiges über Traditionen und Gewohnheiten anderer Länder. Wie früher südamerikanische Rinderhirten ihre Bola warfen, um Tiere wieder einzufangen, so war auch in der Dittersdorfer Halle Koordinationsvermögen mit diesem Wurfgerät gefragt. Zwei kleine Kugeln, verbunden durch einen Strick, galt es per Wurf um eine Stange zu wickeln. Egal, ob dies gelang oder nicht: Den Stempel für den Reisepass gab es auch so.

Unterstützt wurde die Aktion vom Landessportbund im Rahmen des Programms "Integration durch Sport". Margitta Stöhr hat drei Kinder in ihrer Gruppe, die vor zwei Jahren aus Palästina nach Deutschland kamen. Und auch die waren voller Ehrgeiz bei der Sache und sind schon gespannt auf die nächste Übungseinheit. "Der Aufwand hat sich wirklich gelohnt", sagt die Trainerin.

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