Tee aus dem eigenen Revier schmeckt am besten

Gartenmeisterschaft: In Streckewalde liebt es ein Paar gesund. Und lecker. Geerntet wird zweimal im Jahr.

Streckewalde.

Eine wichtige Rolle im Leben von Jana und Wolfram Dost spielt gesunde Ernährung. Beim täglichen Kochen verwendet das Ehepaar, das mit seiner Tochter Frida in Streckewalde lebt, vieles von dem, was im eigenen Garten angebaut wird.

Auf rund 150 Quadratmetern wachsen und gedeihen neben 20 Gemüsesorten mittlerweile 60 Kräuter- und Gewürzpflanzen. Damit bewirbt sich das Ehepaar bei der Gartenmeisterschaft der "Freien Presse" und der Olbernhauer Raiffeisen Handelsgenossenschaft Erzgebirge (RHG). "Vor etwa 15 Jahren haben wir unser Interesse für Kräuter entdeckt und sind auf den pflanzlichen Teil der traditionellen chinesischen Medizin aufmerksam geworden", sagt Wolfram Dost. Er weiß, dass in manchen Regionen der Welt Krankheiten ausschließlich mit Kräutern und Tees geheilt werden. Dosts bestellten Mitte der 2000er-Jahre zunächst zehn verschiedene Kräuter. "Wir haben die Bedingungen geschaffen und die Samen zum Teil im Freiland, zum Teil im Gewächshaus gesät", so Jana Dost. Das Paar merkte schnell, welche Pflanzen mit dem hiesigen Klima zurechtkommen.

Zu den Kräutern gesellten sich alsbald 15 verschiedene Teepflanzen. "Allesamt mehrjährig, winterhart und pflegeleicht", erklärt Jana Dost, zu deren Lieblingstees der griechische Bergtee gehört, dem nachgesagt wird, dass er der Alzheimer-Krankheit vorbeugen soll. Bevor die Dosts ihren Tee trinken können, müssen die Blätter der Pflanzen geerntet und getrocknet werden. "Wir ernten zweimal jährlich. Im Juni und im September. Die Teeblätter legen wir zum Trocknen auf dem Dachboden aus", erklärt Wolfram Dost.

Etwa drei Tage dauert es, bis die Blätter trocken sind. Dann werden sie zerschnitten und in Tüten zum alsbaldigen Verbrauch gelagert. Denn mit zunehmender Lagerzeit nimmt der Geschmack ab, berichtet Jana Dost. "Der Geschmack des eigenen Tees ist eh nicht mit dem aus handelsüblichen Teebeuteln aufgegossenem Tee zu vergleichen. Der eigene ist viel intensiver, besser", schwärmt Wolfram Dost, der Jiaogulan-Tee zu seinen Favoriten zählt. Die auch "Kraut der Unsterblichkeit" genannte Teepflanze wirkt stimmungsaufhellend. "Sowohl als Getränk, als auch frisch. Ich esse jeden Morgen einige Blätter davon", ergänzt Wolfram Dost.

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