Tomatenriesen enden hauchdünn aufgeschnitten

Gartenmeisterschaft: Bei Gabriele Rausch wächst es international. Dafür sorgen nährstoffreicher Boden und ein selbst gebautes Bewässerungssystem.

Wernsdorf.

Für ein halbes Kilo Tomaten muss Gabriele Rausch nur eine Frucht aus dem Gewächshaus in Wernsdorf holen. Dort wachsen und gedeihen riesige Tomaten, die eigentlich auf dem Balkan beheimatet sind. Ihr Lebenspartner Olaf Lorke hat eine Schwiegertochter, deren Großmutter in Bulgarien lebt. Von ihr stammen die Samen für die Pflanzen, mit deren Früchten sich Gabriele Rausch bei der Gartenmeisterschaft der "Freien Presse" und der Raiffeisen Handelsgenossenschaft Erzgebirge (RHG) bewirbt.

Die Aufzucht gestaltet sich nicht anders als bei anderen Tomatensorten auch. Die trockenen Samen werden im Haus in Schalen in die Erde gebracht, später pikiert und die ausgewählten Exemplare schließlich ins Gewächshaus gepflanzt. Nährstoffreicher Boden mit Pferdemist und ein selbst gebautes Bewässerungssystem lassen schließlich die riesigen Früchte wachsen. Sie sind sehr fleischig und haben ein intensives Tomatenaroma. Das Bewässerungssystem ist so einfach wie geschickt konstruiert. In der Regentonne befindet sich eine Tauchpumpe, die das Wasser in die im Gewächshaus befindlichen und mit Löchern versehenen Rohre pumpt.

Bis zu 530 Gramm sind die Früchte schwer. Sie werden in hauchdünne Scheiben geschnitten, mit Olivenöl beträufelt und gewürzt mit blauen Zwiebeln, bestreut mit Salz und Pfeffer.

Die bulgarischen Tomaten sind nicht die einzigen, mit denen die beiden Gartenfreunde experimentiert haben. Von Verwandten haben sie rumänische, von Freunden russische Samen bekommen. Harzfeuer rundet die Vielfalt an Tomaten ab. Schließlich konnte ja niemand wissen, ob die Experimente tatsächlich fruchten würden. Alle Sorten gedeihen sehr gut. Das gilt auch für die Brombeeren, die täglich geerntet werden müssen. Etwa 6,5 Kilogramm sind es bislang, und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Einige davon werden zu Fruchtwein verarbeitet. Die gleiche Verwendung fanden und finden rote, schwarze und weiße Johannisbeeren sowie Äpfel. Etwa 60 Liter sortenreine Weine haben die zwei bereits angesetzt. Einen weiteren Teil der Ernte verarbeitet Gabriele Rausch zu Marmeladen.

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