Umbau in der Strobel-Mühle

Die Übernachtungsgäste in der Pockauer Einrichtung erwartet in Zukunft mehr Komfort. Doch dafür braucht es etwas Fantasie: Derzeit steht in der zweiten Etage kein Stein mehr auf dem anderen.

Pockau.

Künftig können 88 Gäste gleichzeitig in der Pockauer Strobel-Mühle übernachten, statt wie bisher 82. Dafür wird die zweite Etage des Haupthauses komplett umgekrempelt. Bereits Anfang November hat der Christliche Verein Junger Menschen (CVJM) die Entkernung in Eigenleistung vorgenommen. Etwa 40 ehrenamtliche Helfer haben dabei mit angepackt. Die Möbel wurden entfernt, alle Wände herausgerissen. Mittlerweile liegen die Dielen frei. Zwischenwände sind keine mehr zu sehen. Derzeit nehmen die Elektriker Vorinstallationen vor. Klempner legen die Zuleitungen. Dafür wird auch im Flur der ersten Etage gebaut. Die Trockenbauer beginnen in den nächsten Tagen mit den Arbeiten.

Doch nicht nur mehr Übernachtungsgäste können in der Strobel-Mühle unterkommen: Sie erwartet auch ein höherer Komfort. Mussten sie sich bislang in diesem Geschoss die sanitären Anlagen teilen, wird jedes Zimmer nach seiner Fertigstellung über eine eigene Nasszelle mit Dusche und WC verfügen. Die Zimmer werden sämtlich neu möbliert, nachdem die alten Möbel auf dem Sperrmüll landeten. Nur die Betten hat der Verein dem Landkreis zur Verfügung gestellt. In den Räumen befinden sich Doppelstockbetten. "Die oberen lassen sich wegklappen. Bei Bedarf bringt das mehr Platz und Komfort", sagt Jonas Müller. Er ist für die Baumaßnahme beim CVJM verantwortlich.

Außerdem verdoppelt sich die Größe des Seminarraums von 32 auf 64 Quadratmeter. "Früher war das ein enger Schlauch, und der Raum war daher wenig beliebt. Nun ist er vernünftig geschnitten und findet deshalb bestimmt besseren Anklang", so Jonas Müller. Nach der für Ende Februar geplanten Fertigstellung kann bei Bedarf auch die gesamte Etage gemietet werden. Gerüchten, dass dort Flüchtlinge untergebracht werden sollen, tritt Hausleiter Daniel Leistner entgegen. "Wir haben das im Verein diskutiert, haben aber beschlossen, dass die Strobel-Mühle auch weiterhin ein Anlaufpunkt für Kinder, Jugendliche und Familien sein soll", sagt der Dörnthaler.

In die Baumaßnahme fließen etwa 500.000 Euro. Davon steuert der Kommunale Sozialverband Sachsen etwa 340.000 Euro bei. Den Rest finanziert der CVJM über Eigenmittel, Spenden und Darlehen.

Den anstehenden Jahreswechsel nutzt Daniel Leistner für eine Bilanz für 2015. "Es ist ein sehr gutes Jahr gewesen", sagt er. Etwa 12.500 Übernachtungen wurden in der Strobel-Mühle registriert. Das sind 500 mehr als 2014. Hinzu kommen etwa 5000 Tagesgäste, die zu den rund 20 Veranstaltungen kamen. "Unsere beliebtesten sind die zehn Lobpreisgottesdienste. Diese besuchen zehnmal im Jahr zwischen 170 und 200 Menschen", erläutert Daniel Leistner.

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