Unterstützung für Kretschmer

Der Vorstand der Gelenauer Maschinenbau AG plädiert für ein Ende der Russland-Sanktionen - im Interesse auch westdeutscher Firmen.

Gelenau.

Mit rund 12 Millionen Euro 2018 hatte die Gelenauer Maschinenbau AG (Gemag) ihr bisher bestes Geschäftsjahr. "Davon haben wir auch in den ersten sechs Monaten dieses Jahres profitiert. Doch nun werden Aufträge verschoben, im vierten Quartal kommen wir in kompliziertes Fahrwasser. Doch wir wollen unsere spezialisierten Arbeitskräfte wie CNC-Bediener und Programmierer gern behalten. Eine Kurzarbeiterregelung wie vor zehn Jahren wäre eine Lösung", sagte am Freitag Gemag-Vorstand Hans-Peter Weise dem sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer. Dieser hatte zusammen mit dem im Wahlkreis 16/Erzgebirge 4 erneut kandidierenden CDU-Landtagsabgeordneten Ronny Wähner das 115 Mitarbeiter beschäftigende Unternehmen besucht.

Sanktionen wie gegen Russland und den Iran, aber auch der bevorstehende Brexit würden den deutschen Maschinenbauern zunehmend das Geschäft erschweren. "Ein Drittel unserer Aufträge sind aufgrund dieser Politik gefährdet. Die Russland-Sanktionen beispielsweise widersprechen nicht nur unseren sächsischen Interessen - auch wenn wir davon nur indirekt betroffen sind. Jede zweite Maschine, für die wir Komponenten zuliefern, geht in den Export. Ein Aufheben der Sanktionen würde Unternehmen in Ost und West helfen", unterstützte Weise entsprechende Forderungen des sächsischen Ministerpräsidenten.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...