Vertreter der Linken auf Marienberger Markt zu Gast

Partei thematisiert auf ihrer Tour Löhne und Rente

Marienberg.

Seit dem 25. August touren die sächsischen Abgeordneten aus Bundes- und Landtag der Partei Die Linke unter dem Motto "Faire Löhne, mehr Rente - Armut bekämpfen!" durch Sachsen. Bis Mitte Oktober wollen die Politiker jeden Landkreis und jede kreisfreie Stadt besuchen. Am gestrigen Freitagnachmittag machte der Tross auf dem Marienberger Markt Station.

Mit einem großen, roten Rententopf verbildlichten die Politiker auch dort ihre Forderung für ein solidarisches staatliches Rentensystem, in das alle einzahlen - auch Politiker und Beamte. Wie Michael Forberger, Mitarbeiter der Bundes- und Landtagsabgeordneten, sagte, sollen die Bürger angeregt werden, über das Thema Armut nachzudenken und mit den Parteivertretern ins Gespräch zu kommen.

Der Marienberger Werner Heyne, selbst Mitglied der Partei Die Linke, fand am Marktstand klare Worte. "30 Jahre nach der Wende kann es doch eigentlich nicht sein, dass noch Rentenunterschiede zwischen Ost und West vorhanden sind. Auch die Forderung nach fairen Löhnen, die ja wiederum vor Altersarmut bewahren können, findet meine volle Unterstützung", so der 76-Jährige.

Laut Forberger sind die Forderungen an bisher allen Stationen von den Leuten gut angenommen worden. Dazu zählen unter anderem die Anhebung des Rentenniveaus auf 53 Prozent und ein Mindestlohn von 13 Euro. Zudem schlägt Die Linke eine "Solidarische Mindestrente" vor, die für Menschen ab 65 Jahren dafür sorgen soll, dass niemand im Alter von weniger als aktuell 1050 Euro netto leben muss.

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