Wie ein 18-Jähriger Teenies und Senioren der Region aufmischt

Kaum ein Wochenende, an dem DJ Mäxx nicht irgendeine Tanzfläche im Erzgebirge unsicher macht. Bleibt er seiner Heimat treu?

Olbernhau.

Max Steudel, auch bekannt als DJ Mäxx, hat schon viele Generationen mit Musik unterhalten. Dabei ist er gerade erst 18 Jahre alt. Geburtstagspartys mit Schülern, Diskoabende mit Teenagern, Seniorentänze - der Olbernhauer legt alles für alle auf. "Ich bin einer, der fast jedes Lied mitsingen kann", sagt er. Kaum ein Wochenende, an dem DJ Mäxx nicht irgendeine Tanzfläche in der Region aufmischt.

Seit einigen Jahren geht das nun so. Als Max Steudel elf war, kam er beim 50. Geburtstag seines Vaters mit dem DJ ins Gespräch. Er entdeckte dabei ein Hobby, das ihn nicht mehr losließ. Nach und nach besorgte er sich die Technik: Boxen, Licht, ein kleines Mischpult und die nötige Software. Ein Jahr später legte er erstmals auf einer Privatparty auf, als eine Freundin seiner Mutter ihren 50. Geburtstag feierte.

Danach spielte der Olbernhauer etwa ein mal im Monat vor Publikum, später häuften sich die Anfragen. Heute reicht sein Terminkalender bis ins Jahr 2017. Im Alter von 15 erhielt er per Sondergenehmigung einen Gewerbeschein. "Danach ging es steil bergauf." Fast jede Woche bekam er Aufträge, auch außerhalb des Erzgebirges. Seine Eltern unterstützten ihn, wo sie konnten, fuhren ihn zu Veranstaltungen und holten ihn danach wieder ab. "Ohne sie wäre ich nicht da, wo ich jetzt bin." Wie viel Geld er mit seiner Musik verdient, sagt er nicht. Mittlerweile seien die Gagen so hoch, dass er davon leben könnte. Noch ist es nicht soweit, Max Steudel lässt sich im Olbernhauer Klinikum zum Krankenpfleger ausbilden. "Das werde ich zu Ende führen. Aber danach will ich nur noch Musik machen."

Wer eine Party mit DJ Mäxx besucht, kann sich auf Spezialeffekte gefasst machen: Mal feuert er seine Konfetti-Kanone aufs Publikum, mal wirft er XXL-Luftballons in den Raum. "Es gefällt mir, Leute zu animieren." Schon in der Schule, erzählt der Olbernhauer, habe er gern Sprüche geklopft, um die Stimmung zu heben. Dazu brauche er keinen Alkohol. "Sobald ich Musik höre, komme ich in Fahrt." So, wie er oft drauf ist, sagt der junge Mann, könnte man denken, er sei betrunken.

Fragt man den 18-Jährigen, in welcher Großstadt er seine Zukunft sieht, winkt er ab. Er will hier bleiben. "Die Region sollte man unterstützen. Es gibt immer weniger Festzelte." Auch kommende Generationen wird DJ Mäxx also unterhalten - und unterstützen. Neben der Musik engagiert sich Max für den Nachwuchs der Jugendfeuerwehr.

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